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Copyright Flickr Evgeny BelikovWarum nicht Facebook & Co für uns definieren dürfen was wahr ist.

Kein Tag vergeht, an dem in den Medien nicht über „Fake News“ gesprochen wird. Der Anglizismus des Jahres 2016 ist mehr denn je in aller Munde. Ganz unabhängig von den berühmten „alternativen Fakten“ von Trumps Beraterin Kellyanne Conway, sind Fake News tatsächlich ein breites Problem in unserer digitalen Gesellschaft geworden, darüber sind sich die meisten Medienexperten einig.

Doch vielleicht gibt es noch ein größeres Problem als Fake News selbst: Der sich nun abzeichnende Umgang damit.

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Sony hat vor kurzem sein neues HD Internet Fernsehgerät mit Google TV und Tastatur auf den Markt gebracht. Das Video dazu gibt es hier [Update: Das Video ist leider nicht mehr verfügbar]. Der Elektronikkonzern rühmt sich dabei, die Grenzen zwischen TV und Web (2.0) völlig zu verwischen. Während die Lieblings-TV-Show läuft, kann der Zuschauer auf Facebook oder Twitter surfen und seine Kommentare dazu abgeben.

Freilich neu ist das nicht. Das Zusammenwachsen von Fernsehern und Internet passiert schon seit geraumer Zeit, wobei noch nicht ganz klar ist, ob der Fernseher zum Computer wird oder umgekehrt. Trotzdem bebildert der Spot einen Trend sehr schön, der uns in den nächsten Jahren immer stärker begleiten wird: Das Fernsehen wird zum Begleitmedium.

Teenager mit Laptop am Schoß oder Smartphone in der Hand, während der traditionelle Flimmerkasten läuft, gehören bereits zum täglichen Erscheinungsbild des Wohn- bzw. Kinderzimmers. Doch mit der direkten Integration am TV-Gerät wird das Ganze auf ein weiteres Level gehoben. Vor allem das Verlinken und Sharen von Inhalten, was bei zwei getrennten Geräten nur umständlich möglich ist, wird ein Kinderspiel.

Für Medienmacher bringt diese Entwicklung große Chancen, aber auch Schwierigkeiten mit sich. Fernsehsender müssen mit weit weniger Aufmerksamkeit für ihr Programm (und vor allem ihre Werbung) rechnen. Zugleich bringt das „Web 2.0 Fernsehen“ neue Interaktionsmöglichkeiten. Seher werden zu Usern, können in das Geschehen eingreifen, live kommentieren, Inhalte weiterempfehlen und sich gemeinsam organisieren. Telefon- und SMS Voting wirken dagegen wie aus der Steinzeit. Zwar wird der Trend etwa bei Newsrooms in den USA langsam erkannt, trotzdem nützen bisher erst wenige Fernsehmacher die neuen Möglichkeiten, die ein soziales TV mit sich bringt, wirklich aus.

Vielleicht ist das für die Menschheit aber auch ganz gut so. Denn auch wenn diese Entwicklung geniale Möglichkeiten mit sich bringt, fördert sie wohl kaum die berühmte Aufmerksamkeitsspanne – was wohl nicht nur Lehrer in Zukunft noch ziemlich beschäftigen wird.

Update: Spannender Artikel auf Mashable, wie Fernsehsender das Konzept „TV meets Social Web“ bei der großen „Royal Wedding“ in Großbritannien umsetzen.

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