Communication

Max rollt die Augen. Nicht schon wieder. Das hatte er schon bei seinem letzten Arbeitgeber. Eine neue Unternehmens-Vision soll entwickelt werden. Aber er weiß jetzt schon: So schön und gut diese sein wird, sie wird keinerlei Auswirkung auf das Unternehmen haben. Seine Chefs sollen ihn mit diesem Visions-Gequatsche in Ruhe lassen, er hat Wichtigeres zu tun. 

Max ist keine Ausnahme. So denken leider viele Mitarbeiter. Und oft zu Recht. Denn neben einer schlecht entwickelten Vision gibt es noch einen zweiten entscheidenden Grund, warum eine Vision oft wirkungslos bleibt: Sie wird nicht (richtig) kommuniziert.  

Schritt 1 ist also, eine wirkungsvolle Vision zu entwickeln. Hier habe ich dazu meine Definition vorgestellt und hier hilfreiche Beispiele dazu gesammelt.

Schritt 2 ist aber genauso entscheidend: Die Vision gehört kommuniziert. Und damit meine ich nicht, ein paar Poster aufzuhängen und sie einmal in einer internen Email allen Mitarbeitern kund zu tun. 

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Wir leben im Zeitalter der Selfie gefüllten Instagram Accounts, der „Hauptsache du schaust auf dich“ Mentalität und des All About You. Das klingt gut. 

Das Magazinregal am Kiosk ist voll von Titeln wie #ICH oder myself, mit Themen wie „Ganz bei mir“. Der wichtigste Radiosender Österreichs macht selbst Weihnachten zu einem Fest das sich in erster Linie um mich dreht.  

Nie zuvor war die Selbstdarstellung so ein großes Thema wie heute. Dabei betrifft das nicht nur die junge „Generation Me“, sondern gerade auch Menschen in Führungspositionen und in der Kommunikationsbranche. 

All about me

Nicht erst seit der Finanzkrise wissen wir, dass sich viele Manager erst einmal selbst am nächsten sind. Und ein bestimmter D. Trump hat mit seinem „America First“ offenbar den Zeitgeist so exakt getroffen, dass er zum Präsidenten gewählt wurde.  

Dabei ist die Ich-Bezogenheit von uns Menschen nichts Neues. Ich will hier auch nicht in einen „heute ist alles schlechter als früher“ Chor einstimmen. 

Schon immer erlagen wir Menschen, und besonders solche, die in Führungsverantwortung kamen, der Versuchung, zu glauben, die Welt drehe sich um sie. Von Nero bis zu den diversen Diktatoren unserer Zeit kennen wir alle genügend Beispiele. 

Doch wäre es einfach, dieses Phänomen nur auf „die großen Bösen“ der Weltgeschichte zu reduzieren. Auch in „ganz normalen“ Positionen, in Unternehmen und Organisationen, herrscht leider oft alles andere als das Servant Leadership Modell vor. Das gefährliche dabei: Die meisten Menschen bemerken gar nicht, wie sie sich um sich selbst drehen – und ich nehme mich da nicht aus.


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Warum ich von Leadership Communication so eingenommen bin.

Es ist so offensichtlich und doch (oder gerade deshalb?) wird viel zu wenig Augenmerk darauf gelegt: Führungskräfte müssen kommunizieren. 

Wieder einmal trifft es der gute alte Paul Watzlawick auf den Kopf: Man kann nicht nicht kommunizieren. Das gilt für Führungskräfte mehr denn für jeden anderen.

Kommunikation ist für sie essentiell und spielt in fast jeden Bereich ihres Leaderships hinein.

Sei es im Aufbauen ihrer „Personal Brand“, der Mitarbeiterkommunikation oder im externen Marketing, für das sie zumindest ein Grundverständnis brauchen um ihre Organisation erfolgreich zu führen und mit den jeweiligen Abteilungen auf strategischem Level sprechen zu können.  

Führungskräfte brauchen ein Verständnis für die heute immer vielfältiger werdenden Kommunikationskanäle, sie müssen Content verstehen und Storytelling beherrschen. Jede Präsentation, egal ob vor Mitarbeitern oder externen Stakeholdern ist eine Kommunikationsaufgabe, in der es darauf ankommt, Dinge präzise auf den Punkt zu bringen und sprachlich kompetent zu sein. Führungskräfte müssen sich bewusst sein, welch einen gewaltigen Einfluss Körpersprache auf ihren Erfolg als Leader hat, die neuesten technologischen Entwicklungen verstehen und empathische Fähigkeiten besitzen, um zwischenmenschliche Brücken zu bauen und verkaufen zu können.  

Und natürlich: In der Entwicklung und Vermittlung von Vision und Mission Statements, von Leitbildern und Zielen – für sie alle sind sowohl Fähigkeit in Leadership als auch Kommunikation gefragt. 

Leadership und Kommunikation sind zwei Achsen, die sich in unzähligen Bereichen treffen – und genau dort liegt meine größte Passion. Denn in diesem Brennpunkt entfaltet sich ein gewaltiges Potential, das es mit Charakter zu nutzen gilt um unsere Welt und Gesellschaft positiv zu prägen. 

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Über Storytelling gibt es viele (auch nicht hilfreiche) Videos. Diese sieben sind es wirklich wert anzusehen. 

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Storytelling ist eines der großen Schlagwörter der letzten Jahre, sowohl in der Kommunikationsbranche als auch in Leadership Training. Doch leider steckt oft nicht viel dahinter, wenn dieses Schlagwort bemüht wird. Ich habe daher versucht, die Spreu vom Weizen zu trennen und Videos im Web herauszufiltern, die tatsächlich helfen, Storytelling zu verstehen und zu einem besseren Storyteller zu werden.

Hier ist das Ergebnis: 7 TED Talk Videos, die man gesehen haben sollte, wenn man sich mit dem Thema Storytelling auseinandersetzt.

ps.: Um ehrlich zu sein, eines der Videos ist eigentlich kein TED Talk; aber in Wirklichkeit das beste Video von allen, daher ist es hier dabei. Welches? Am besten ansehen und selbst herausfinden 😉

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Eine Story und 5 Tipps, wie der klassische Handel Multichannel endlich WIRKLICH leben muss. 

Der klassicher Handel kämpft immer verzweifelter gegen Amazon & Co, das ist bekannt. Die WKO startet nun sogar eine eigene Werbekampagne zum Thema: #kauftwirdzhaus  Dass diese erfolgreich sein wird, darf leider bezweifelt werden.

Denn nur an den patriotischen Geist der Konsumenten zu appellieren wird wohl zu wenig sein. Es braucht einen klaren Mehrwert für den Konsumenten. Und den bietet der klassische Handel leider noch immer nicht.

Es ist traurig. Ich mag Amazon nicht einmal. Trotzdem kaufe ich dort mittlerweile wohl mehr ein als bei irgendeinem anderen Shop. Und ich befürchte, vielen anderen geht es nicht anders.
Warum? Nein, nicht in erster Linie weil es so bequem ist, dass man nicht aus dem Haus gehen muss. Es liegt viel mehr daran, dass der klassische Handel noch immer seine einzige Chance nicht richtig nutzt: Das Wort heißt (auch noch immer) Multichannel. Also das Ansprechen der Kunden auf verschiedenen Kanälen, Offline und Online.

Ja der Offline Handel hat grundsätzlich erkannt, dass Multichannel das Zauberwort ist, nur leider ist er WELTEN davon entfernt, hier auch wirklich sinnvolles zu bieten. Das was aktuell geboten wird, ist eher abschrecken als einladend.

Hier eine kürzlich selbst erlebte Story als Beispiel dazu und danach die Learnings die ich dem Handel empfehlen würde.

Continue reading Lieber Handel: Wach endlich auf, wenn dir dein Leben lieb ist!

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Copyright Flickr Evgeny BelikovWarum nicht Facebook & Co für uns definieren dürfen was wahr ist.

Kein Tag vergeht, an dem in den Medien nicht über „Fake News“ gesprochen wird. Der Anglizismus des Jahres 2016 ist mehr denn je in aller Munde. Ganz unabhängig von den berühmten „alternativen Fakten“ von Trumps Beraterin Kellyanne Conway, sind Fake News tatsächlich ein breites Problem in unserer digitalen Gesellschaft geworden, darüber sind sich die meisten Medienexperten einig.

Doch vielleicht gibt es noch ein größeres Problem als Fake News selbst: Der sich nun abzeichnende Umgang damit.

Continue reading Fake News: Wer definiert nun die Wahrheit?

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trump_mediaDie Aufregung war groß. Zuerst über die Wahl von Trump (das hat jeder mitbekommen) und kurze Zeit später dann über den vermeintlichen Hauptgrund seines Sieges (das haben zumindest alle Journalisten und Social Media Nerds mitbekommen).

Denn laut dem Schweizer „Magazin“ hat Trump die Wahl vor allem mit Hilfe der ominösen Daten-Firma Cambridge Analytica gewonnen. Diese gleicht laut eigenen Angaben Millionen von Nutzerdaten ab und erstellt daraus Persönlichkeitsprofile. So spricht sie gezielt via Facebook & Co die Wähler mit an sie angepassten Botschaften an. Beispielsweise bekommen ängstliche Menschen beim Thema Waffen auf dieser Grundlage völlig andere Werbung ausgespielt als Machos. Die Firma geht soweit, dass sie behauptet, sie könnte Dörfer oder Häuserblocks gezielt erreichen, ja sogar Einzelpersonen.

Klingt scary, ist es auch. Und es wurde schon viel darüber diskutiert, ob das a) überhaupt wirklich möglich ist und b) wie sehr Micro-Targeting tatsächlich der ausschlaggebende Grund für Trumps Sieg war.

Das Ende der Öffentlichen Meinung
Ich will hier aber gar nicht auf diese Diskussion eingehen, sondern auf etwas viel Weittragenderes. Continue reading Das Ende der Öffentlichen Meinung? Warum uns Micro-Targeting mehr Sorgen machen sollte als Trump

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7 Gründe, warum uns Email noch lange begleiten wird. Und warum du es für dein Marketing nützen solltest.

Seit Jahren wird uns nun vorausgesagt, dass Email bald der Vergangenheit angehören wird. Komischerweise existiert das viel gehasste Urgestein aber noch immer.

Warum also ist Email noch immer nicht tot? Dafür gibt es aus meiner Sicht ganz einfache Gründe, und so lange sich diese nicht ändern wird uns Email auch weiterhin – zumindest im Berufsleben – begleiten:

1. Umfassende Kompatibilität

Überlebensfaktor Nummer 1 ist natürlich, dass Email ein Standard ist, der auf allen Geräten und Plattformen läuft. Das hat bisher kein anderes Tool geschafft. Egal, mit wem ich kommunizieren will, ich kann davon ausgehen, dass er eine Email-Adresse hat. Aber Skype, Facebook oder #Slack? Ja, mindestens eines davon ziemlich sicher, aber ich muss für verschiedene Personen und Personenkreise verschiedene Tools verwenden. Das macht die Kommunikation fragmentiert und unübersichtlich.Selbst innerhalb einer Firma laufen meist drei verschiedene Tools, egal wie sehr die IT dagegen kämpft. Denn jede Person, jedes Team, hat seine eigenen Vorlieben.

2. Kommunikation mit verschiedenen Personenkreisen

Vor allem, wenn ich mit mehreren Menschen kommunizieren will, kann es bei anderen Kommunikations-Tools schnell kompliziert werden. Obwohl gerade viele der neuen Tools einfachere Gruppenkonversationen als großen Vorteil mit sich bringen, haben sie nämlich einen Haken:
Man kann nicht wie in Emails den Empfänger-Kreis je nach Bedürfnis anpassen. In #Slack habe ich zwar den Vorteil, nicht jedes Mal einen Verteiler anlegen zu müssen, sondern ich poste einfach etwas in voreingestellte Themen bzw. Gruppen.

Doch manchmal ist eine Nachricht der gesamten Konversation eben nur für einen Teil der bisherigen Empfänger relevant, bzw. soll von anderen gar nicht unbedingt gelesen werden. Nur in Email kann das leicht entsprechend geändert werden, während der Gesprächsverlauf erhalten und ersichtlich bleibt. Transparenz hin oder her – andere Tools bringen hier manchmal zu viel „Spam“ oder sie geben einem zu wenig Möglichkeiten selektiv zu kommunizieren.

Oder man nehme den Klassiker: Ich habe endlich mein gesamtes internes Team auf das neueste angesagte Kommunikations-Tool umgestellt, und dann schickt mir Freelancer Max Oldschool eine Email… Jetzt läuft die Konversation also doch wieder auf Email, da ich die Nachricht an meine Kollegen natürlich auf diesem Weg viel einfacher weiterleiten kann. Abgesehen davon, dass ich für eine anderweitige Antwort bzw. Weiterleitung nicht wüsste, auf welchen der 27 Alternativ-Tools Max aktiv ist, und mein Team ohnehin nicht alle diese 27 Tools verwenden würde.

3. Tiefe Integration in unseren Alltag

Email hatte Jahrzehnte Zeit, um sich zum Standard für Online-Kommunikation zu entwickeln. Jeder kann sich gratis eine Email Adresse anlegen und hat das in der Vergangenheit getan, sodass nun eben jeder (mindestens) eine Email-Adresse hat.Darauf haben dann von Banken bis eCommerce Seiten alle aufgesetzt, jeder fragt als erstes nach der Email-Adresse. Das Ganze ist mittlerweile so etwas wie die Post-Adresse, die gefühlt Vertrauen vermittelt – mehr, als es ein Facebook Account tut (auch wenn es praktisch gesehen völlig egal wäre).Daraus resultiert wiederum, dass immer auf Emails zurückgriffen wird, wenn es wirklich wichtig ist. Somit ist und bleibt Email die zentrale Anlaufstelle, wenn ich sicher gehen will, dass jemand meine Botschaft bekommt.

4. Überblick

Bisher hat es noch kein Tool, das ich ausprobiert habe, geschafft, einen gleichwertigen Überblick über meine Kommunikation zu geben, wie es Email tut. (Vielleicht kenne ich aber eben nur das Richtige noch nicht – Tipps sind gerne willkommen!)Was meine ich damit? Ganz praktisch: Überblick über gelesene und ungelesene Nachrichten, Sortiermöglichkeiten, Ordner, Möglichkeiten zur Sammlung für später vielleicht nochmal relevante Nachrichten, und und und.

5. Priorisierung

Ganz eng damit zusammen hängt das Thema Priorisierung. In den meisten Mail-Programmen habe ich mehrere Möglichkeiten (Labels, Farben, Flaggen,…) um Nachrichten nach Wichtigkeit oder Themen zu sortieren und priorisieren. Das fehlt bei fast allen neueren Tools, ist aber im Alltag wichtig um effizient und effektiv arbeiten zu können.

6. Flexibilität

Der wichtigste Vorteil, gerade bei den vorigen Punkten, ist die Flexibilität. Jeder kann sich seinen Posteingang so gestalten wie er es will. Der eine bevorzugt Flaggen, der andere Farben, wieder ein anderer steht auf Ordner. Man kann sich auch seinen Mail Client aussuchen, mit dem man sich am wohlsten fühlt, sei es Outlook, Apple Mail, Thunderbird oder einfach Webmail. Email bietet also die unterschiedlichsten Varianten, trotzdem ist es die gleiche Plattform, die mit allen anderen Usern kompatibel ist.

7. Out Of Office

Ein kleines aber feines Feature zum Schluss. Out of Office klingt zwar banal, ist aber eine der wichtigsten Funktionen von Email im Berufsleben. Zwar haben Tools wie #Slack den Vorteil, dass man sieht, ob jemand gerade online ist. Das ersetzt aber nicht die klassische OOO, in der ich erfahre, dass jemand längere Zeit nich da sein wird und wann konkret er wieder da ist. Natürlich gibt es Workarounds dafür, doch wirklich genutzt und angenommen scheinen diese nicht zu werden.

Fazit

Email hat viele Schwächen und so haben nicht wenige versucht, den großen Email-Killer zu bauen – womit selbst Google bisher scheiterte. Dabei sind die Gründe oben relativ einfach und logisch.

Solange sich also kein neuer Standard herauskristallisiert, der mit verschiedensten Tools und Systemen kompatibel ist, und solange kleine aber feine Features wie Überblick und Flexibilität von neuen Tools ignoriert werden, sehe ich uns noch lange Zeit Emails schreiben.

Was können wir daraus für Unternehmen und Marketingabteilungen schließen? Nütze Email! Newsletter sind zwar schon genauso oft totgesagt worden, wie Email im Allgemeinen, doch können sie ein wichtiger Teil in deinem Marketingmix sein.

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Was ist ein Vision Statement? Was ein Mission Statement? Und was bitteschön ist eigentlich der Unterschied zwischen den beiden?


Diese Fragen stellen sich viele, die sich mit Vision, Mission und all dem dazugehörigen Drumherum beschäftigen. Antworten darauf gibt es so viele wie es Experten gibt. Wirklich befriedigende habe ich bisher allerdings nicht wirklich gefunden, schon gar nicht im deutschsprachigen Raum. Also habe ich mich daran gemacht, selbst eine Definition zu schmieden und zu versuchen Licht ins Dickicht zu bringen.

Continue reading Vision vs Mission: Alles eine Definitionssache

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IMG_0773Am 9. September 2014 war es soweit: Das neue iPhone 6  wurde vorgestellt. Monatelang hatten Apple-Fans darauf hingefiebert, wurden tausende Blogartikel geschrieben und Gerüchte verbreitet.

Zwei Tage später ereignete sich noch etwas: Mein Sohn wurde geboren. Monatelang hatten meine Frau und ich darauf hingefiebert. Aber es wurde kein einziger iPhonesArtikel geschrieben und, naja, es waren nicht unbedingt Millionen von Nerds, die sich dafür interessiert hätten.

Warum dieser Unterschied? Die Frage klingt zuerst einmal eigenartig. Aber wenn man genauer hinsieht, eignet sie sich ideal, um herauszuarbeiten was Relevanz ausmacht – und warum sie so relativ ist.

Continue reading iPhone 6 vs mein Sohn: Warum Relevanz relativ ist

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Fast still und heimlich hat Apple bereits im Sommer 2013 ein Feature mit Revolutionspotential eingeführt: iBeacon.

Genau genommen handelt es sich gar nicht um eine Apple Technologie, sondern um ein Feature, das schlicht auf Bluetooth Low Energy (BLE) basiert, wodurch das Smartphone mit speziellen Funkchips, den Beacons, kommunizieren kann. Diese Beacons können in Shops, Kaffeehäusern oder anderen Locations verteilt werden  – ähnlich NFC – und machen damit eine Vielzahl von Micro-Location-Services möglich.

Was bringt iBeacon?

Mit iBeacons ist es zum Beispiel möglich, sich in einer Shopping-Mall den Weg anzeigen zu lassen (GPS funktioniert in Gebäuden bekanntlich kaum), maßgeschneiderte Werbung angezeigt zu bekommen oder Coupons einzulösen. Und vor allem: Mit dem Smartphone zu bezahlen. Continue reading NFC vs iBeacon: Die Shopping-Revolution?

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Medien-Dummheiten SchumacherSchumacher: Weiter Rätseln über Unfallursache“. So und ähnlich lauteten die Schlagzeilen der letzten Tage. Es muss jeden Tag etwas Neues geben über Schumacher und sein Schicksal. Und wenn es nichts Neues gibt, dann kommt eben die so gerne verwendete Rätselraten-um-Ursache-Karte. Selbst wenn es da nichts zu rätseln gibt. Es war ein Skiunfall. Punkt. Zu stürzen kann jedem Skifahrer passieren, schon überhaupt abseits der Piste.

Gatekeeper falsch verstanden?

Nicht nur das leidige an den Haaren Herbeiziehen von Unfallursachen und das Lechzen der Medien danach, vielleicht doch einen Schuldigen zu finden, kann einen anekeln.  Continue reading Schumacher, Merkel und die Medien-Dummheiten

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qq-logoyouku_logoweibo_logoRenren_logoFacebook, Twitter & Co sind im Reich der Mitte bekanntlich gesperrt. So dürfen sich chinesische Anbieter den Markt aufteilen und kopieren die westlichen Vorbilder mehr oder weniger gekonnt. Was sind also die wichtigsten chinesischen Social Networks? Und worin unterscheiden sie sich von den westlichen Originalen?

Dazu habe ich eine vierteilige Serie auf dem vi knallgrau Blog geschrieben.

Die einzelnen Beiträge könnt ihr hier lesen:

Teil 1: China: Eine andere Social Media Welt
Teil 2: RenRen und andere Facebook Klone
Teil 3: Weibo, mehr als eine Twitter Kopie
Teil 4: QQ, der eigentliche Marktführer

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iPhone mit Microsoft Werbung

In China ist alles möglich: Microsoft Werbung im iPhone Format Bildschirm

Als ich nach China kam, war eine der für mich spannendsten Fragen: Wie läuft Marketing in China? Ist es denn überhaupt so anders?

Nach den ersten Eindrücken möchte ich nun einige Monate später ein Zwischenfazit ziehen – und konkret auf die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang eingehen: Worauf sollte man achten, wenn man Marketing in China machen möchte?

1. Mehr als Schrift
Der offensichtlichste Unterschied betrifft natürlich die Schriftzeichen. Doch geht dieser Unterschied weit über ein für Westler ungewohntes Erscheinungsbild hinaus. Chinesen haben ein grundsätzlich anderes Verständnis von Kalligraphie.

Gerade als westliches Unternehmen gilt es, den Spagat zwischen internationalem Feeling und chinesischer Welt zu schaffen. Ganz praktisch etwa: Wie sieht die gleiche Website sowohl in englischer als auch chinesischer Sprache gut aus, obwohl chinesische Schriftzeichen durch ihre Quadrat-Grundform viel höher sind? Welche chinesische Schriftart wähle ich, um ein modernes Image zu unterstreichen?

2. Kundenorientierung
Etwas, das weitreichende Auswirkungen auf die Welt des Marketings hat, ist die kaum vorhandene Kundenorientierung. Chinesen sind noch immer gewohnt, dass der (Staats-) Betrieb König ist, nicht der Kunde. Als Verkaufskraft zu einem Kunden freundlich und zuvorkommend zu sein, wozu? Dann verkauft man den Handyvertrag eben einem anderen der 1 Milliarde Chinesen!

Für internationale Unternehmen gilt es also, ihre Mitarbeiter in Sachen Kundenorientierung zu schulen – vom Webdesigner bis zur Verkaufskraft. Kein Wunder, dass etwa Apple nur schrittweise offizielle Stores in China eröffnet und lange in das Training der Mitarbeiter investiert.

3. Mehrsprachigkeit
Ich kann die Erfahrung von ORF China-Korrespondentin Cornelia Vospernik nur unterstreichen, die in ihrem Buch „China Live“ davon erzählt, wie sich die wenigsten Chinesen jemals an einen englischen Firmennamen erinnern.

Doch auch wenn die meisten chinesischen Firmen nur sinnleere englische Kunstnamen verwenden, so ist es doch essentiell für internationale Firmen, diese Internationalität mit ihrem westlichen Namen zu unterstreichen. Chinesen lieben westliche Marken und selbst wenn sie diese nicht aussprechen können, so hat doch das internationale Markenbild eine entscheidende Symbolwirkung.

Auch bei Slogans und anderen Marketingtexten gilt es abzuwägen, wann es Sinn macht das Englische oder das Chinesische in den Vordergrund zu stellen.

4. Mobiles Internet
China hat bekanntlich den Desktop mehr oder weniger übersprungen. Als Internet Device Nummer 1 dient das (meist übergroße) Smartphone. Manche Analysten gehen davon aus, dass bis Ende 2013 in China 500 Millionen davon in Betrieb sein werden. Responsive Webdesign, das sich an mobile Endgeräte entsprechend anpasst, ist also ein Muss in China.

5. Weißraum vs Farbenfroh und überladen
Obwohl internationale Firmen mit ihrem Marketing auch in China den Trend zu mehr Weißraum fördern, gilt für die meisten chinesischen Firmen weiterhin die unausgesprochene Design-Regel: Je bunter, greller und mehr, desto besser.

Als ich etwa unser neues Firmenschild drucken lassen wollte, erntete ich nur völliges Unverständnis, als ich der Druckfirma erklärte, dass der weiße Hintergrund kein Fehler sei. Grün! Blau! Gelb! Alles, aber bitte doch nicht weiß, wurde mir erklärt. Erst nach dreimaligem „Nein, das soll wirklich weiß sein!!“ wurde das Schild wirklich so gedruckt wie gedacht.
Gerade in der überladenen chinesischen Werbelandschaft ist Weißraum der Schlüssel zum Fokus auf die eigene Botschaft.

6. Zielgruppen
Wer Marketing in China machen möchte, muss vor allem einen zentralen Unterschied in der Zielgruppenanalyse verstehen: Stadt und Land sind zwei völlig verschiedene Welten. Von Werten und Bildung über Kaufkraft, bis hin zur Internetnutzung, bestehen gewaltige Unterschiede zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung.

7. Guanxi: Das chinesische Vitamin B
Beziehungen sind in China noch weit wichtiger als in anderen Ländern. Das wirkt sich auch auf die Kommunikationsarbeit aus. Nicht nur in der PR ist daher „Guanxi“ (Beziehung) zentrales Erfolgselement. Relationship Marketing, Mundpropaganda und Social Media Marketing bekommen so in China eine besondere Relevanz.

8. Social Media
Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben, dass Facebook, Twitter und Co in China gesperrt sind. Dafür gibt es mit RenRen, Weibo, Youku etc. von fast allen Diensten eine chinesische Kopie. Social Media sind in China unglaublich populär, alleine die microbloggenden Chinesen zählen 273 Millionen. Auf die einzelnen Social Networks einzugehen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Nur so viel: Es lohnt sich, sich von jemandem, der chinesisch kann in das soziale Reich des chinesischen Internets einführen zu lassen.

9. Cha bu duo: Ungefähr
Wie in so vielen Bereichen des chinesischen Lebens, gilt auch im Marketing: Cha bu duo. Solange es halbwegs gut aussieht, passt es.

Du gehst mit fertiger PDF Datei zu einem der vielen Visitenkarten-Shops und denkst, die Visitenkarte wird dann auch so aussehen, wie geplant? Weit gefehlt! Statt einfach das PDF zu drucken, wird die Visitenkarte (ungefähr) nachgebaut. Hinweise auf die falsche Ausrichtung einiger Zeilen treffen nur auf Unverständnis. Diese übergenauen Ausländer!

10. Platt vs Kreativ
Die chinesischen Bürger haben sich zwar extrem schnell an die Konsumwelt gewöhnt, es scheint jedoch oft so, dass sie damit noch immer nicht wirklich umgehen können.

Daher funktioniert auch offenbar Werbung, die so platt wirkt wie in den USA vor 30 Jahren. Das bedeutet aber auch ein noch ungemein großes Potential für kreative und mutige Werbezugänge.

Resümee
Auf den ersten Blick läuft Marketing in China weitgehend genauso ab wie „bei uns daheim“. Auf den zweiten Blick zeigen sich jedoch höchst spannende Unterschiede.

Das wichtigste ist zu wissen, dass Chinesen einerseits von Westlichem fasziniert sind, zugleich aber auch sehr stolz sind auf ihre eigene Kultur. Hier gilt es als westliches Unternehmen sensibel zu sein und zugleich mit dem eigenen internationalen Image zu Punkten. Es geht darum, die eigenen (westlichen) Standards nicht völlig über Bord zu werfen und zugleich flexibel mit den Anforderungen umzugehen, die die chinesische Marketingwelt mit sich bringt.

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Apple Store ChengduLange musste die 14 Millionen Einwohner Metropole auf ihren ersten Apple Store warten. Nun hat Apple allen i-hungrigen Chinesen in Chengdu (und mir) ein Weihnachtsgeschenk gemacht: Der erste echte Apple Store in der Stadt, in der 80% der letzten iPads produziert wurden, hat letzte Woche eröffnet.

Warum die Betonung auf echt? Schon seit längerem ist ja bekannt, dass in China unzählige gefakte Apple Stores existieren. Alleine in Chengdu gibt es dutzende davon, wie ich seit Sommer selbst feststellen konnte. Einige sehen Apple Stores wirklich relativ ähnlich, bis hin zur Kleidung der Mitarbeiter. Andere sind unglaublich plump.

Um einen kleinen Eindruck davon zu geben, hier eine Auswahl als Fotogalerie:

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Wie funktioniert Kommunikation, Marketing und Werbung in China? Das ist eine der für mich spannendsten Fragen hier.
Ein Blick in die Werbewelt der chinesischen Großstadt:

Überall
Wer denkt, dass wir im Westen einer Reizüberflutung ausgesetzt sind, dem werden hier erst recht die Augen herausfallen.

Die überall vorhandenen Flat-Screens in Bussen sind hier nicht einfach dezent und still, nein die Werbung läuft in voller Audio-Lautstärke. Sie wird nur von den noch lauteren Handy-Gesprächen der Chinesen übertönt.

Kilometerlange Screens im U-Bahn Schacht: „Mitfahrende“ Werbung

Besonders beeindruckend sind die U-Bahn Werbungen: Mitfahrende Werbung durch kilometerlang aneinandergereihte Flatscreens.

Kommt man nach Hause und wartet im Stiegenhaus auf den Lift, wird man auch hier von Videoscreens bespaßt. In China wohnen eben so viele Menschen in einem einzigen Hochhaus, dass sich die Maßnahme wohl rechnet.

Auch im Lift geht es munter weiter. Nicht nur tonnenweise Plakate gibt es hier, sondern auch kleine an der Decke montierte Radios, die Tag aus Tag ein Werbung spielen. Nachdem wir im achten Stock wohnen, können wir die meisten Werbe-Telefonnummern nun schon auswendig auf chinesisch mitsprechen.

Im Lift geht die Werbung weiter. Mit Miniradio.

Schrill
Je schriller desto besser. Nachdem hier die Masse an Menschen ebenso wie die Masse an Werbung so gewaltig ist, versuchen Werber in China noch mehr als bei uns durch möglichst schrille und laute Werbung aufzufallen.

Sei es die Musik vor den kleinen Geschäften, wodurch man alle 3 Meter einem neuen Musikstil ausgesetzt ist, oder meine Lieblingsaktion: Chinesische Jungs und Mädels, die einfach vor dem Geschäft stehen und in die Hände klatschen. Die Effektivität davon lässt sich in Frage stellen…

Billig vs Hochglanz
Werbung von chinesischen Firmen wirkt einfach billig. Was ja wenig verwunderlich ist, soll sie ja die breite Masse ansprechen, die immer noch relativ geringe Einkommen hat.

Im Gegensatz dazu positionieren sich die internationalen Marken praktisch immer im Hochpreissegment, um die wachsende Reichenklientel anzusprechen. Ob eine Werbung von einer westlichen oder chinesischen Firma stammt, ist also auf den ersten Blick zu sehen.

Vor dem Lift in Wohnhochhäusern wird für Transformers geworben.

„Weiße“ Models
Nur ein Umstand könnte zur Verwirrung beitragen. Denn nicht nur internationale Konzerne setzen auf „weiße“ Models. Auch chinesische Firmen nutzen unglaublich oft das westliche Schönheitsideal der Chines(inn)en und fördern es damit noch weiter.

Fazit
Wie in so vielen anderen Bereichen in China treffen auch in der Werbelandschaft enorme Gegensätze aufeinander.
Auf der einen Seite findet man modernste Werbetechniken (siehe U-Bahn), die uns in Europa ziemlich alt aussehen lassen. Auf der anderen Seite wirken manche Werbungen plump und billig, wie bei uns in den 80ern. Riesige Werbeflächen von Gucci und Co stehen kleinen Händlern gegenüber, die ihre Wahlnüsse mit an Tonbänder angeschlossenen Mini-Megaphonen anpreisen.

Und von der digitalen Welt habe ich noch gar nicht geschrieben.

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Ich bin zwar schon in China, doch die vi knallgrau Studie, die ich gemeinsam mit FH Prof.  Gudrun Reimerth geschrieben habe, ist jetzt gerade online gegangen.

Wir haben gemeinsam mit der FH Joanneum 2.324 Postings von 100 Consumer und Retail Brands analysiert.
Spannende Erkenntnisse sind z.B.: Weniger Links, mehr Sonntag!

Alle Details, Infografik usw findet ihr auf dem vi knallgrau Blog: http://www.knallgrau.at/company/weblog/stories/vi-knallgrau-facebook-studie-consumer-retail-brands/

Studie: Welche Inhalte auf Facebook funktionieren

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Sponsored StoryVor wenigen Wochen hat Facebook etwas eingeführt, das mich als Social Media Consultant auf der einen Seite und als Privatperson auf der anderen, wieder einmal in eine Spannung bringt: „Sponsored Stories“ im Newsstream. Was eigentlich recht harmlos klingt, bedeutet einen Paradigmenwechsel in unseren Beziehungen. Ich erkläre hier mal, was ich meine.

Die Beziehungssteuerung von Facebook
Dass Facebook unsere Beziehungen prägt, in dem es durch den berühmten „Edge Rank“ bestimmt, welche Beiträge ich von welchen meiner Freunde im Newsstream erhalte, ist mittlerweile still akzeptierte Realität.

Klar, bei 396 Freunden kann mir nicht jedes Statusupdate dieser „Freunde“ gezeigt werden. Ich bin Facebook dafür dankbar, dass es intelligente Filtermechanismen entwickelt hat, um mir nur die relevantesten Updates zukommen zu lassen. Ob diese wirklich die relevantesten sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Bezahlte Freundschaften
Mit den neu eingeführten Sponsored Stories im Newsstream geht Facebook aber einen entscheidenden Schritt weiter. Unternehmen können nun dafür bezahlen, dass mir bestimmte Aktivitäten meiner Freunde auf Facebook angezeigt werden. Und das nicht nur (wie zuvor) am rechten Rand, wo auch die anderen Werbeanzeigen zu sehen sind, sondern direkt in meinem Newsstream, zwischen all den anderen Beiträgen meiner Freunde.

Wenn also zum Beispiel mein Freund Sepp die Fanpage von „Nike“ liked, etwas das für mich völlig irrelevant ist und sonst vermutlich nicht in meinem Newsstream angezeigt würde, erscheint der Beitrag trotzdem bei mir. Denn Nike hat dafür gezahlt.

Segen oder Fluch?
Wie am Anfang gesagt, mich bringt das in eine große Spannung. Denn als Consultant, aus Unternehmenssicht, ist diese neue Werbeform genial. Sie wirkt so gar nicht wie Werbung und ist gerade deshalb höchst wirksam. Wir wissen, dass Empfehlungen von Freunden weit einflussreicher sind als klassische Werbeanzeigen.

Doch als Nutzer finde ich diese Entwicklung höchst bedenklich. Auf einmal bestimmen Unternehmen mit, was und wie viel ich aus meinem Freundeskreis wahr nehme. Welche meiner Freunde präsent sind und welchen Eindruck ich von ihnen bekomme. Unternehmen greifen damit direkt in meine Beziehungen ein. Und, was ebenso schlimm ist, sie missbrauchen mich umgekehrt als Werbemittel

Dabei sind die aktuellen Entwicklungen sicher erst der Anfang. Google bietet mit Hilfe von Google+ seit einiger Zeit eine personalisierte Suche an, die mir nur Suchergebnisse zeigt, die von meinen Kontakten empfohlen werden. Wie viel Geld sich hier mit „Sponsoring“ machen ließe, ist schnell klar.

Facebook, Google & Co bestimmen also schon lange unsere Beziehungen. Und zunehmend werden das auch Unternehmen tun. Komisch finde ich eigentlich nur, dass das niemandem auffällt. Und dass sich niemand dagegen wehrt.

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