Communication

Wie funktioniert Kommunikation, Marketing und Werbung in China? Das ist eine der für mich spannendsten Fragen hier.
Ein Blick in die Werbewelt der chinesischen Großstadt:

Überall
Wer denkt, dass wir im Westen einer Reizüberflutung ausgesetzt sind, dem werden hier erst recht die Augen herausfallen.

Die überall vorhandenen Flat-Screens in Bussen sind hier nicht einfach dezent und still, nein die Werbung läuft in voller Audio-Lautstärke. Sie wird nur von den noch lauteren Handy-Gesprächen der Chinesen übertönt.

Kilometerlange Screens im U-Bahn Schacht: „Mitfahrende“ Werbung

Besonders beeindruckend sind die U-Bahn Werbungen: Mitfahrende Werbung durch kilometerlang aneinandergereihte Flatscreens.

Kommt man nach Hause und wartet im Stiegenhaus auf den Lift, wird man auch hier von Videoscreens bespaßt. In China wohnen eben so viele Menschen in einem einzigen Hochhaus, dass sich die Maßnahme wohl rechnet.

Auch im Lift geht es munter weiter. Nicht nur tonnenweise Plakate gibt es hier, sondern auch kleine an der Decke montierte Radios, die Tag aus Tag ein Werbung spielen. Nachdem wir im achten Stock wohnen, können wir die meisten Werbe-Telefonnummern nun schon auswendig auf chinesisch mitsprechen.

Im Lift geht die Werbung weiter. Mit Miniradio.

Schrill
Je schriller desto besser. Nachdem hier die Masse an Menschen ebenso wie die Masse an Werbung so gewaltig ist, versuchen Werber in China noch mehr als bei uns durch möglichst schrille und laute Werbung aufzufallen.

Sei es die Musik vor den kleinen Geschäften, wodurch man alle 3 Meter einem neuen Musikstil ausgesetzt ist, oder meine Lieblingsaktion: Chinesische Jungs und Mädels, die einfach vor dem Geschäft stehen und in die Hände klatschen. Die Effektivität davon lässt sich in Frage stellen…

Billig vs Hochglanz
Werbung von chinesischen Firmen wirkt einfach billig. Was ja wenig verwunderlich ist, soll sie ja die breite Masse ansprechen, die immer noch relativ geringe Einkommen hat.

Im Gegensatz dazu positionieren sich die internationalen Marken praktisch immer im Hochpreissegment, um die wachsende Reichenklientel anzusprechen. Ob eine Werbung von einer westlichen oder chinesischen Firma stammt, ist also auf den ersten Blick zu sehen.

Vor dem Lift in Wohnhochhäusern wird für Transformers geworben.

„Weiße“ Models
Nur ein Umstand könnte zur Verwirrung beitragen. Denn nicht nur internationale Konzerne setzen auf „weiße“ Models. Auch chinesische Firmen nutzen unglaublich oft das westliche Schönheitsideal der Chines(inn)en und fördern es damit noch weiter.

Fazit
Wie in so vielen anderen Bereichen in China treffen auch in der Werbelandschaft enorme Gegensätze aufeinander.
Auf der einen Seite findet man modernste Werbetechniken (siehe U-Bahn), die uns in Europa ziemlich alt aussehen lassen. Auf der anderen Seite wirken manche Werbungen plump und billig, wie bei uns in den 80ern. Riesige Werbeflächen von Gucci und Co stehen kleinen Händlern gegenüber, die ihre Wahlnüsse mit an Tonbänder angeschlossenen Mini-Megaphonen anpreisen.

Und von der digitalen Welt habe ich noch gar nicht geschrieben.

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Ich bin zwar schon in China, doch die vi knallgrau Studie, die ich gemeinsam mit FH Prof.  Gudrun Reimerth geschrieben habe, ist jetzt gerade online gegangen.

Wir haben gemeinsam mit der FH Joanneum 2.324 Postings von 100 Consumer und Retail Brands analysiert.
Spannende Erkenntnisse sind z.B.: Weniger Links, mehr Sonntag!

Alle Details, Infografik usw findet ihr auf dem vi knallgrau Blog: http://www.knallgrau.at/company/weblog/stories/vi-knallgrau-facebook-studie-consumer-retail-brands/

Studie: Welche Inhalte auf Facebook funktionieren

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Sponsored StoryVor wenigen Wochen hat Facebook etwas eingeführt, das mich als Social Media Consultant auf der einen Seite und als Privatperson auf der anderen, wieder einmal in eine Spannung bringt: „Sponsored Stories“ im Newsstream. Was eigentlich recht harmlos klingt, bedeutet einen Paradigmenwechsel in unseren Beziehungen. Ich erkläre hier mal, was ich meine.

Die Beziehungssteuerung von Facebook
Dass Facebook unsere Beziehungen prägt, in dem es durch den berühmten „Edge Rank“ bestimmt, welche Beiträge ich von welchen meiner Freunde im Newsstream erhalte, ist mittlerweile still akzeptierte Realität.

Klar, bei 396 Freunden kann mir nicht jedes Statusupdate dieser „Freunde“ gezeigt werden. Ich bin Facebook dafür dankbar, dass es intelligente Filtermechanismen entwickelt hat, um mir nur die relevantesten Updates zukommen zu lassen. Ob diese wirklich die relevantesten sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Bezahlte Freundschaften
Mit den neu eingeführten Sponsored Stories im Newsstream geht Facebook aber einen entscheidenden Schritt weiter. Unternehmen können nun dafür bezahlen, dass mir bestimmte Aktivitäten meiner Freunde auf Facebook angezeigt werden. Und das nicht nur (wie zuvor) am rechten Rand, wo auch die anderen Werbeanzeigen zu sehen sind, sondern direkt in meinem Newsstream, zwischen all den anderen Beiträgen meiner Freunde.

Wenn also zum Beispiel mein Freund Sepp die Fanpage von „Nike“ liked, etwas das für mich völlig irrelevant ist und sonst vermutlich nicht in meinem Newsstream angezeigt würde, erscheint der Beitrag trotzdem bei mir. Denn Nike hat dafür gezahlt.

Segen oder Fluch?
Wie am Anfang gesagt, mich bringt das in eine große Spannung. Denn als Consultant, aus Unternehmenssicht, ist diese neue Werbeform genial. Sie wirkt so gar nicht wie Werbung und ist gerade deshalb höchst wirksam. Wir wissen, dass Empfehlungen von Freunden weit einflussreicher sind als klassische Werbeanzeigen.

Doch als Nutzer finde ich diese Entwicklung höchst bedenklich. Auf einmal bestimmen Unternehmen mit, was und wie viel ich aus meinem Freundeskreis wahr nehme. Welche meiner Freunde präsent sind und welchen Eindruck ich von ihnen bekomme. Unternehmen greifen damit direkt in meine Beziehungen ein. Und, was ebenso schlimm ist, sie missbrauchen mich umgekehrt als Werbemittel

Dabei sind die aktuellen Entwicklungen sicher erst der Anfang. Google bietet mit Hilfe von Google+ seit einiger Zeit eine personalisierte Suche an, die mir nur Suchergebnisse zeigt, die von meinen Kontakten empfohlen werden. Wie viel Geld sich hier mit „Sponsoring“ machen ließe, ist schnell klar.

Facebook, Google & Co bestimmen also schon lange unsere Beziehungen. Und zunehmend werden das auch Unternehmen tun. Komisch finde ich eigentlich nur, dass das niemandem auffällt. Und dass sich niemand dagegen wehrt.

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iBooks AuthorVor einer Woche musste ich mich ärgern. Wieder einmal hat Apple alles verändert. Neben iBooks Schulbüchern veröffentlichte das Unternehmen aus Cupertino (hm, komisch nicht mehr über Steve Jobs in diesem Zusammenhang schreiben zu können) iBooks Author. Ein simples Programm um interaktive eBooks selbst erstellen zu können. Und vor allem: über den iBooks Store vertreiben zu können.

Allerdings scheint das kaum jemanden zu begeistern, einziges Thema in diesem Zusammenhang sind die überstrengen Lizenzbestimmungen von Apple.

Warum ich mich also geärgert habe? Weil iBooks Author heißt, dass ich meine schöne Geschäftsidee kübeln kann (die ich ohnehin nie umgesetzt hätte, aber eine schöne Idee war es eben doch).

Schon länger dachte ich mir im Stillen „Hm, die klassischen Verlage kapieren es wohl nicht, genauso wie die Musikindustrie vor 10 Jahren. Wenn ich jetzt viel Geld hätte und extrem auf Bücher stehen würde, würde ich meinen eigenen eBooks Verlag aufmachen und Leuten die Möglichkeit geben selbst Bücher zu veröffentlichen.“

Naja, gut, dass ich die Geschäftsidee nicht doch umzusetzen versucht habe, denn spätestens heute wäre ich ein armer Mann. Denn wer braucht ab sofort noch Verlage, wenn Apple mit seiner Marktmacht jedem selbst die Möglichkeit gibt, Bücher zu schreiben, zu erstellen und an einen weltweiten Markt zu verteilen?

Klar gab es schon vor iBooks Author ähnliche Programme, doch hat Apple eben den großen und feinen Vorteil, inzwischen ein gewaltiges Medien-Ökosystem aufgebaut zu haben.

Heißt das, Buchverlage sind tot? Nein, ich denke nicht. Doch wird es ihnen ähnlich wie den großen Medienhäusern gehen. Wenn man wirklich Qualitätsinformation und die Sicherheit eines großen Namens will, kauft man sich immer noch die FAZ oder liest den Spiegel online. Doch zugleich können heute immer mehr Blogger von ihrer Arbeit leben und werden inzwischen auch als entscheidender Teil der Medienlandschaft anerkannt.

Genauso werden in Zukunft viele (vor allem junge) Autoren die Chance nutzen, direkt via Apple’s iBooks Store zu publizieren und sich einen Namen zu machen. So wie angehende Stars à la Justin Bieber auf YouTube entdeckt wurden und sich erst einmal den langen Weg durchs Plattenlabel sparen konnten, so werden wir auch von Autoren lesen, die von Verlag wohl nie entdeckt worden wären.

Und manche Autoren werden vielleicht gleich gar nie bei einem Verlag unterschreiben und trotzdem einem Millionenpublikum ein Begriff sein. Apple’s überstrenge Lizenzbestimmungen hin oder her.

Vielleicht sollte ich also lieber ein Buch schreiben anstatt meinen eigenen Verlag zu gründen.

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Google+ Ripples ExampleMark Zuckerberg nannte Google+ kürzlich their own little version of Facebook. Auch viele andere sind überzeugt, dass sich der Suchriese gegen Facebook nie durchsetzen wird und fühlen sich durch das in letzter Zeit weniger rasante Wachstum des neuen Players bestätigt. Doch während manche schon den Abgesang anstimmen baut Google sein Social Network unbeirrt Schritt für Schritt aus – und damit tiefgreifend seine Strategie um, in der das eigene Social Network zu einem entscheidenden Asset wird.

Abgesehen von der immer stärkeren YouTube Integration wird das an 3 kleinen aber feinen Features sehr schön deutlich:

1. Autorenverknüpfung
Noch von vielen unbemerkt hat Google mit G+ seinen Suchergebnissen einen gewaltigen potentiellen Qualitätsschub verpasst, und das nicht nur durch den bekannten +1 Button. Denn indem Autoren nun ihre Inhalte mit ihren Google+ Profilen verknüpfen können, kann Google entsprechend originalen Inhalt verifizieren und damit bessere Suchergebnisse liefern. Autoren werden sogar in den Suchergebnissen direkt angezeigt, ein gewaltiger Personalisierungsschub. Wer also in Zukunft auf Google gefunden werden will, sollte besser auch in Google+ vertreten sein.
Eine Anleitung zum Verknüpfen gibt es hier.

2. Ripples
Die Stärke von Google in Analytics wird beim kleinen aber extrem spannenden Feature Ripples deutlich. Für alle Measurement Verantwortlichen ein Traum, kann man doch nun endlich den Trickle Down Effekt der eigenen Inhalte und wertvolle Reichweitenwerte messen. Auf Facebook wartete man bisher vergeblich auf ein solches für ein Social Network so logisches Feature.
Update: Und Ripples wird offenbar eine Rolle in Google AdWords spielen.

3. Search
Dieser Punkt klingt vielleicht nach „eh klar“, doch haben Sie jemals versucht in Facebook etwas zu finden? Ich nehme mal stark an ja und das heißt Sie sind mit höchster Wahrscheinlichkeit genauso frustriert davon gewesen wie ich. Ganz anders auf Google+. Google nutzt seine zentrale Stärke gekonnt und macht es einem eine Freude nach Pages, Inhalten und anderem im Network zu suchen. Und: Heute schon in der Testphase, wird man in Zukunft mit einem einfachen „+“ in der normalen Google Suche Brandpages finden können.

Googles Strategie ist es in erster Linie also nicht ein zweites Facebook zu bauen. Den Verantwortlichen geht es viel mehr darum, die Macht des Sozialen in all ihre Produkte zu integrieren und ein noch besseres Großes Ganzes zu schaffen. Google+ ist ein Tool, das alle Google Produkte vereinheitlicht, zusammenführt und mit einem Social Layer versieht. Es geht gewissermaßen um eine gemeinsame Identität für Google Nutzer.

Ob Google, wie selbst eigene Mitarbeiter bezweifeln, „social“ wirklich verstanden hat, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist das was wir jetzt sehen nur der Anfang.

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Loslassenn - Pull statt Push FührungsstilBetrachtet man die Expertenmeinungen zum Thema Leadership der letzten Jahre und Jahrzehnte, so ist ein Trend schon lange spürbar: Flachere Hierarchien, mehr Bottom-Up als Top-Down, ja selbst „Servant Leadership“ wurde hip.

Doch nichts hat die Art Unternehmen zu führen so verändert wie Social Media. Hat? Genau genommen befinden wir uns gerade mitten in diesem Prozess, viele Unternehmen und Organisationen haben dies nur noch nicht begriffen.

Es ist fast immer das gleiche Spiel: Unternehmen erkennen, dass dieses „Social Media Ding“ doch mehr als ein Hype ist und dass sie reagieren müssen. Eine Facebook Seite oder so ähnlich muss her.

Doch dann kommt die nächste erschreckende Erkenntnis. User können auf „meiner“ Facebook Page – auch kritisches! – posten. Sie können öffentlich lesbare Tweets an meinen Twitter Account senden. Und selbst wenn ich versuche Kritik zu unterbinden – bzw. gerade dann –  machen sie einfach weiter, meist auf einer Unzahl verschiedener Plattformen!

Noch schlimmer: Sogar meine Mitarbeiter können heutzutage der ganzen Welt etwas über mein Unternehmen erzählen. Die gute alte Ordnung, in der ein Unternehmenssprecher der einzige war, der für das Unternehmen sprechen konnte existiert nicht mehr.

Die Reaktion darauf: Panik. Regelwerke. Und verzweifelte Versuche, alt hergebrachte Kommunikationsmechanismen in einer veränderten Realität anzuwenden.Dass das nicht funktioniert ist nicht erst seit dem Nestlé Desaster bekannt.

Was bedeutet das nun für Führungskräfte? Zu allererst müssen sie verstehen lernen, dass die alte, einseitige Kommunikationsordnung nicht mehr funktioniert. „Brand Managment“ war gestern. Marken werden nicht mehr durch perfekt gestylte Massenkommunikation definiert, sondern durch User. John Sadowsky, Business Coach und Storytelling Experte bringt es auf den Punkt: „A brand today is defined by the stories the community tells about it.“

Anstatt dies als Tragik zu sehen, müssen sie die Möglichkeiten die damit einhergehen nutzen lernen. Es geht darum, Moderator und Begleiter der Community zu sein, welche die Marke definiert. Community Management statt Brand Management. Unternehmen, die ihre Kunden und anderen Stakeholder ernst nehmen, sie als wirkliche „Fans“ und „Friends“ betrachten, anstatt als Konsumenten, werden die Früchte davon ernten.

Statt Regelwerke für Mitarbeiter aufzubauen geht es darum, sie zu befähigen, zu schulen und darin anzuleiten positive Multiplikatoren für das Unternehmen zu sein. Dass Mitarbeiter die wichtigsten Aushängeschilder eines Unternehmens sind, ist nichts neues. Doch mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten bekommt dieser Umstand eine völlig neue Dimension. Social Media Governance ist das Wort der Stunde.

Plötzlich werden meine Mitarbeiter und sogar meine Kunden zu „Advocats“, zu Führsprechern, die unbezahlbar glaubwürdiger sind als jede Werbebotschaft.

Loslassen bedeutet dabei nicht, jegliche Richtung, jegliche Strategie aufzugeben, im Gegenteil. Es bedeutet vielmehr strategisches Denken flexiblen Bedingungen anzupassen, moderierend zu leiten, ehrlich zu sein, Menschen zu vertrauen und sie so zu motivieren. Pull statt push. Jessica Stephens von Filofax nennt es „taking controle by letting go“. Schlussendlich geht es darum, durch Loslassen die neuen kommunikativen Rahmenbedingungen als noch nie dagewesene Chance zu begreifen.

Mehr zum Thema Social Media Governance auch in meinem Beitrag am Virtual Identity Blog.

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Google Drive and Google Plus profile„The cloud“, this weird creature from the Internet, is still a foreign word to most users. It is not tangible enough for many while they are not realizing they have been using it already for years – Gmail, Flickr, YouTube, to name only three.

For a while though it looked like the big market players did not understand the cloud either. Well, it was pretty likely they were working on something, but Apple’s MobileMe was not very persuasive, Microsoft seemed to be on the wrong track anyways and even the Google products such as Google Docs were working far below their potential.

When DropBox arrived I was incredibly relieved. Finally! I was waiting for a simple service like this for years.

Meanwhile Apple has announced its promising iCloud. Although you might think about music first when it comes to iCloud, it is much more. At the end it will be the glue that will hold the Apple universe together, from iPhone to iPad, from iTunes to iBooks.

But what about Google? For years the geek world was speculating about the “GDrive”. Now, finally the waiting seems to be over. Clues like the word “drive” in source codes were coming together and recently I found evidence seeing it for a few seconds on a Google event. Techcrunch and the rest of the blogosphere was sure: We finally know how the Google Drive will look like and it will come soon.

Very important, it looks like it will be integrated into the overall Google experience, making Google Docs to a real drive in the cloud.

What I find most promising: The opportunities that open up with Google’s new social asset Google+. Because what most tech companies still do not seem to understand is that social connection is the real killer component that needs to be integrated in a cloud service.

Facebook just recently showed the world again how social works. With Timeline you can finally unfold the real potential of apps by integrating them into your social network. Until now apps had social functions to a certain extend, for example when you could share content to your network by liking it. But now they become social themselves. You might do your workout with the Nike app, your friend is seeing this on Facebook and starts using the app himself, joining you in your effort to get in shape.

So if Google is smart, they will integrate Google Drive and Google Plus in a way that really unfolds the potential of a cloud drive. Then we might listen to our music stored on Google Drive together with our friends, use hangouts while working on the same documents and select the set of vacation pictures for our Google+ accounts from our common GDrive folder, while being on the other side of the world.

Maybe this time a company has really understood the cloud.

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Ich fahre gerade mit meiner Frau und zwei Freunden von Sequoia Nationalpark in Californien nach San Francisco. Hungrig nach vier Tagen Backcountry Hiking ist uns alles egal: Wir gehen zu McDonalds… Doch nicht nur der BigMac zieht uns dorthin, sondern auch das gratis WLAN für mein iPhone. Nach mehreren Tagen offline kann ich meinen Status auf Google+ endlich wieder updaten. Ein weiterer Checkin erfolgt (natürlich) im Apple Store in San Francisco. Soweit, so normal.

Doch dann passiert etwas wirklich Cooles. Jeff, einer meiner besten amerikanischen Freunde, der in Texas lebt, sieht meine Postings. Eigentlich hatten wir gedacht, wir würden uns obwohl wir in den USA sind, nicht treffen können – Texas liegt doch etwas abseits meiner Route. Doch ohne dass wir voneinander wussten, hatte er spontan einen Urlaub im Yosemite Nationalpark gemacht, nur wenige Stunden weg von Sequoia. Und auf dem Weg nach San Francisco liest er mein Update aus dem Apple Store.

Da anrufen nicht funktioniert, sagt er mir sofort über Google+ und E-Mail Bescheid, dass er ebenfalls in der Stadt ist. Jedes Mal, wenn ich bei einem freien Hotspot vorbeikomme, versuche ich mit ihm in Kontakt zu treten und schließlich ist es soweit. Ich habe ihm einen Glympse geschickt, sodass er verfolgen kann wo ich bin. Er schreibt mir in welchem Hotel er ist, und auf Goolge Maps sehe ich, dass das gerade einmal 0.2 Meilen vom Starbucks, dessen WLAN ich nutze, entfernt ist. Wir laufen zum Hotel, der Rezeptionist ruft auf seinem Zimmer an und nur wenige Minuten später stehen wir uns gegenüber.

Ohne Google+ hätten wir keine Ahnung davon gehabt, dass wir uns in der selben Gegend befinden und ohne Location Based Services hätten wir nie gewusst, wie nahe wir uns tatsächlich sind. Hier wird das wirkliche Potential von Social Media gepaart mit LBS deutlich. Social Media at its best, könnte man sagen.

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Google Ende Juni 2011Google 1997Vielen ist es schon aufgefallen, Google hat gerade nicht nur das Social Network Google+ gelauncht, sondern auch seine Startseite weiter verändert. Das Ganze ist allerdings nur ein weiterer Schritt im ständigen Veränderungsprozess dem Google unterliegt und den wir meistens gar nicht realisieren – oder uns einfach so schnell daran gewöhnen, dass wir nach wenigen Tagen vergessen haben wie es mal früher ausgesehen hat.

Ich habe mich deshalb auf die Suche nach alten Google Home Screens gemacht und hier gesammelt. Kein Anspruch auf perfekt korrekte Reihenfolge, bitte gerne um Feedback. Gerne könnt ihr mir auch weitere schicken wenn ihr welche auf Lager habt.
Continue reading Google verändert sich – nicht nur mit Google+

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CheckinKaum ein Trend war zuletzt so heiß gehandelt worden wie Check-Ins. Wer sich als wirklicher Digital Native geben wollte, musste mehrmals täglich der Welt über Foursquare oder Gowalla (oder noch besser: Foursquare und Gowall) mitteilen wo er sich gerade befindet. Nach einer Zeit, die für Social Media Fanaten eine Ewigkeit schien, führte Facebook Places ein, wodurch der Check-In endlich auch dem „gemeinen Volk“ ein Begriff wurde.

Es schien klar, dass 2011 „The Year of Check-In“ sein würde. Doch mittlerweile mehren sich auch Stimmen die das Gegenteil verkünden: „2011 – The Year Check-In Died“. Was ist also dran an diesen Lobliedern und Abgesängen? Was spricht für den Erfolg für Check-Ins und was dagegen?

Check-In No

  • Jedes neue Spielzeug wird irgendwann fad
    Foursquare und Co konnten gerade anfangs stark mit ihrem Spielecharakter punkten. Wettbewerbe sind toll und motivieren – allerdings leider nur für eine kurze Zeit. Nicht nur 8-jährigen wird ihr Lego-Technik Set irgendwann langweilige, selbst Foursquare CEO Dennis Crowley gibt zu, manchmal Check-In müde zu werden.
  • Check-In allein hat wenig Nutzen
    Welchen Mehrwert bietet mir also mein Check-In über ein paar Punkte und Abzeichen hinaus? Badges und Specials werden zwar schon länger für Promotions genützt, doch bleibt der Mehrwert für die breite Masse an Nutzern weiterhin relativ gering. Besonders der Facebook Check-In, der kaum mehr tut als meinen Freunden zu sagen wo ich gerade bin, befindet sich hier noch in den Kinderschuhen.
  • Nischenprodukt
    Obwohl das Prinzip der Check-Ins bereits seit mehreren Jahren besteht, handelt es sich zumindest in Europa immer noch um eine gewisse Nischenerscheinung, die die Masse nicht wirklich hinter dem Ofen hervorlockt.
  • Zu kompliziert
    Check-Ins sind zu kompliziert. Um mich einzuchecken muss ich zuerst das Smartphone aus der Tasche kramen, die Venue suchen (die häufig nicht gefunden wird) und mich dann oft mit mehren Klicks bis zum eigentlichen Check-In vorkämpfen.
  • Zu viele verschiedene Plattformen
    Derzeit sind die Tools so zersplittert, dass so auch die Check-In Power und damit der geballte Nutzen für den User nicht gegeben ist.

Check-In Go

  • Neue kreative Anwendungen
    Jedes Feature ist nur so gut, wie die Inhalte, die darauf geboten werden. Langsam werden Unternehmen darin kreativ, Check-Ins für sich zu nützen, etwa indem bestimmte Angebote beim Check-In im Store live gehen. Und auch neue Dienste finden sich, die auf den klassischen Check-In Diensten aufsetzen. Mit Localmind können User etwa andere Nutzer die bereits eingecheckt sind, fragen, wie lange die Schlange vor der Kinokassa ist. Und mit Consmr kann man nun sogar in Produkte einchecken.
  • Facebook’s Marktmacht
    Auch wenn Facebook bisher noch wenig für Check-Ins bietet, kann davon ausgegangen werden, dass das Unternehmen seine Marktmacht nützt und hier immer mehr richtig nützliche Features bieten wird. Man denke nur an die Verbindung von Facebook Places mit Credits, Events oder Deals. Facebook sieht sich auch eindeutig als das Hub, das mit seiner mittlerweile geöffneten Places API in Zukunft als Schnittstelle die verschiedensten Geolocation Dienste agieren möchte und damit wohl die notwendigen Synergien für den Nutzer schaffen wird.
  • Check-Ins sind die Peer-Recommendation
    Es gibt kaum eine bessere Werbung als wenn Personen der Welt mitteilen, wo sie gerade sind. Plattformen und Unternehmen werden alles dafür tun, um Check-Ins so attraktiv zu machen, dass auch die breite User-Masse darauf einsteigt.
  • Personal Branding
    Check-Ins eröffnen eine neue Dimension des „Personal Brandings“. Der Nutzer kann über Fotos, Likes und Interests hinaus zeigen welche Orte und Marken er liebt, wo er verkehrt und mit wem er das tut.
  • Personen finden
    Mit der immens steigenden Smartphone Zahl steigt auch die Zahl der Geolocation Nutzer. Damit wird auch die Wahrscheinlichkeit größer, Freunde zu finden, die sich gerade in der Nähe befinden. Und in Verbindung mit Google Maps macht es vielleicht sogar den obligatorischen Anruf „wo bist du gerade und wie komm ich da hin?“ überflüssig.
  • Wachstumspotential in Europa
    In den USA wird damit gekämpft, dass Shops oft weit auseinander liegen, und Kunden daher kaum bereit sind für einen 30% Starbucks Gutschein extra nochmal ins Auto zu steigen. In Europa hingegen liegen Geschäfte deutlich näher beieinander, oft in Gehweite. Zeigt mir mein Smartphone an, dass gegenüber gerade „Sale“ ist, ist die Hemmschwelle hinüberzugehen wohl deutlich geringer.
  • Check-Ins als Erinnerungshilfen
    Schon mal darüber gegrübelt, wie dieses Restaurant hieß, das mit G begann und extrem lecker war? Check-Ins können dabei helfen, sich an Orte zu erinnern die man einfach nicht vergessen sollte.
  • Check-In als proaktive Empfehlung
    Noch weit wichtiger als die Erinnerungshilfe ist die automaitsche, proaktive Empfehlungshilfe. Schon jetzt zeigt mir Foursquare Specials in der Nähe an. Und die großen Check-In Dienste tüfteln schon an weiteren Methoden, um ausgefeiltere Empfehlungen anbieten zu können.

Genau dieser letzte Punkt wird einer der Knackpunkte für die Zukunft des Check-Ins sein. Bisher ging es nur um die Abbildung davon, wo man gerade war, bzw. ist. In Zukunft muss es jedoch um die Zukunft gehen. Um Empfehlungen.

Die Stärke von Check-In Diensten ist die ungeheure Fülle an Daten, die sie über ihre Nutzer generieren. Bündelt man die Daten von Foursquare, Facebook und anderen Diensten, weiß man genau, wann und wie oft Nutzer wo waren, kann diese mit Interessen und Kontakten verknüpfen und schlussendlich maßgeschneiderte Empfehlungen punktgenau absetzen. Sozusagen eine „Amazon-Like Experience“ in der Offline Welt.

Entscheidend wird dabei aber auch sein, ob es gelingt, Check-Ins intuitiver und benutzerfreundlicher zu machen. Eine Möglichkeit wären automatische Check-Ins (etwa an Orten, bei denen ich schon zuvor eingecheckt hatte). Hier werden wohl aber vor allem die Themen Datenspeicherung und Privatsphäreeinstellungen gelöst werden müssen.

Es ist jedenfalls kaum eine Frage ob Check-Ins endgültig abheben oder doch bald sterben. Vielmehr müssen und werden sie sich über den reinen Check-In weiterentwickeln. Vor allem wäre es ein Fehler, Check-Ins isoliert zu sehen. Sie sind nur Teil eines großen Puzzles – man denke etwa an die Kombination mit Augmented Reality Anwendungen – und werden ihre Schlagkraft schlussendlich erst mit der Weiterentwicklung anderer Features und Technologien vollends entfalten.

Neue kreative Anwendungen:
Geoloqi: Automatischer Check-In
Localmind
: Fragen an andere eingecheckte User stellen
YourChalkBoard
: App-Integration von Angeboten in der Nähe
Consmr: Check in Produkte ein

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#royalwedding # OBL. Zwei Social Media Großevents die Geschichte schreiben. Und was Unternehmen daraus lernen können.

„Obama verantwortlich für den Tod tausender Unschuldiger“, so (ver-)twitterte Steffen Seibert, Sprecher der deutschen Bundeskanzlerin, sich im Eifer des Social Media Gefechts, nachdem bekannt wurde, dass Osama bin Laden (#OBL) tot sei. Vom Spiegel bis CNN passierten ähnliche Buchstabendreher, vielleicht waren die Journalisten mit ihrem Kopf noch bei dem anderen Großereignis des selben Wochenendes, der #royalwedding.

Doch viel wichtiger: Die beiden Ereignisse markieren jedes für sich einen weiteren Meilenstein in der noch jungen Social Media Geschichte. Und das obwohl, oder gerade weil, sie unterschiedlicher nicht sein könnten.

Twitter Buzz zum Wort „OBAMA“ am Tag der Obama Rede zu Bin Laden’s Tod

 

Der ganze Artikel ist am virtual identity Blog zu finden.

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Sony hat vor kurzem sein neues HD Internet Fernsehgerät mit Google TV und Tastatur auf den Markt gebracht. Das Video dazu gibt es hier [Update: Das Video ist leider nicht mehr verfügbar]. Der Elektronikkonzern rühmt sich dabei, die Grenzen zwischen TV und Web (2.0) völlig zu verwischen. Während die Lieblings-TV-Show läuft, kann der Zuschauer auf Facebook oder Twitter surfen und seine Kommentare dazu abgeben.

Freilich neu ist das nicht. Das Zusammenwachsen von Fernsehern und Internet passiert schon seit geraumer Zeit, wobei noch nicht ganz klar ist, ob der Fernseher zum Computer wird oder umgekehrt. Trotzdem bebildert der Spot einen Trend sehr schön, der uns in den nächsten Jahren immer stärker begleiten wird: Das Fernsehen wird zum Begleitmedium.

Teenager mit Laptop am Schoß oder Smartphone in der Hand, während der traditionelle Flimmerkasten läuft, gehören bereits zum täglichen Erscheinungsbild des Wohn- bzw. Kinderzimmers. Doch mit der direkten Integration am TV-Gerät wird das Ganze auf ein weiteres Level gehoben. Vor allem das Verlinken und Sharen von Inhalten, was bei zwei getrennten Geräten nur umständlich möglich ist, wird ein Kinderspiel.

Für Medienmacher bringt diese Entwicklung große Chancen, aber auch Schwierigkeiten mit sich. Fernsehsender müssen mit weit weniger Aufmerksamkeit für ihr Programm (und vor allem ihre Werbung) rechnen. Zugleich bringt das „Web 2.0 Fernsehen“ neue Interaktionsmöglichkeiten. Seher werden zu Usern, können in das Geschehen eingreifen, live kommentieren, Inhalte weiterempfehlen und sich gemeinsam organisieren. Telefon- und SMS Voting wirken dagegen wie aus der Steinzeit. Zwar wird der Trend etwa bei Newsrooms in den USA langsam erkannt, trotzdem nützen bisher erst wenige Fernsehmacher die neuen Möglichkeiten, die ein soziales TV mit sich bringt, wirklich aus.

Vielleicht ist das für die Menschheit aber auch ganz gut so. Denn auch wenn diese Entwicklung geniale Möglichkeiten mit sich bringt, fördert sie wohl kaum die berühmte Aufmerksamkeitsspanne – was wohl nicht nur Lehrer in Zukunft noch ziemlich beschäftigen wird.

Update: Spannender Artikel auf Mashable, wie Fernsehsender das Konzept „TV meets Social Web“ bei der großen „Royal Wedding“ in Großbritannien umsetzen.

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Libyen KroneDie letzten Wochen waren erschütternd, im wahrsten Sinne des Wortes. Zuerst Libyen, dann Japan, einfach schockierend, jedes Ereignis auf seine Weise. Doch noch etwas anderes hat mich schockiert. Der erneute, aber diesmal besonders deutliche Beweis, dass wir Menschen und unsere Medien offenbar nur mit einer Katastrophe auf einmal umgehen können.

Die wohl einzige Person auf dieser Welt, die sich über das Beben in Japan gefreut hat, heißt Gaddafi. Denn mit einem Schlag war die Aufmerksamkeit, die zuvor fast ausschließlich auf ihm gelegen hatte, abgelenkt. Und zwar Kronenzeitung Japanvollkommen. Es war so, als ob es die Krise in Nordafrika nie gegeben hätte. So tragisch die Ereignisse in Japan auch waren und so verständlich es ist, dass im ersten Moment der „Breaking News“ alle Augen auf den Fernen Osten gerichtet wurden, so erschreckend war es doch zu sehen, dass noch tagelang oft nicht einmal eine Erwähnung der Libyen-Krise in den Nachrichten zu verzeichnen war. Der ORF versuchte sich vielleicht das eine oder andere mal mit einer beinahe entschuldigenden Meldung à la „achja, und in Libyen rücken Gaddafis Truppen weiter vor“ zu retten, doch wirklich tragisch schienen die Ereignisse in Nordafrika nicht zu sein.

Erst mit der UNO-Resolution kam wieder Leben in die Medienberichterstattung rund um das Drama am Mittelmeer. Nur Stunden später, und die Rebellen wären wohl von Gaddafis Armee dahingemetzelt worden. Doch was passierte dann? Plötzlich schien in Japan wieder alles so halbwegs ok zu sein. Super-Gau hin oder her, man hatte sich offenbar daran gewöhnt, nun ging es wieder in Nordafrika zur Sache.

Das Ganze ist ein Paradebeispiel für die berühmte Frage „Wieso passiert immer so viel, wie in die Zeitung reinpasst?“ Traurig, dass wir kein bisschen Multitasking-fähig sind. Und gut, dass offenbar nie drei Mega-Krisen auf einmal passieren, oder?

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Die Einführung von Social Media bringt für viele Unternehmen eine entscheidende Frage mit sich: Sollen sie ihr Firmennetzwerk für Social Media Sites öffnen, so dass Mitarbeiter auch vom Arbeitsplatz aus auf diese zugreifen können? In vielen Unternehmen herrscht die Angst, dass mit einem Fallen der Sperre auch die Produktivität abstürzen könnte. So verbannen über die Hälfte der US-Unternehmen Social Media noch immer aus ihren Netzwerken. Als Rechtfertigung werden nicht selten Studien zitiert, die das belegen sollen. Was aber sagen Studien zu diesem Thema wirklich? Und wird hier überhaupt die richtige Frage gestellt? Denn schlussendlich geht es um eine Unternehmenskultur-Frage. Um weises Leadership.

Mein volles Posting dazu findest du auf dem vi Blog oder dem vi knallgrau Blog.

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Mobile Werbung ;-)Es gab sie einmal, die guten alten Zeiten, in denen noch alles so schön und klar war. IBM baute Computer, Microsoft das weltdominierende Betriebssystem, Apple war ein vergleichsweise kleines nettes Unternehmen, das beides tat. Dann kam Google und war bald das Synonym fürs Internet, Facebook kam hinzu und war das Gleiche fürs Web 2.0.

Doch was passierte dann, beziehungsweise passiert gerade? Smartphones, Tablets, Cloud Computing, Geolocation und die damit verbundenen gänzlich neuen Möglichkeiten, diese Kombination (ver)mischt nun alles neu. Auf einmal ist völlig unklar, was fängt wo an und wer hört wo auf?

Apple ist plötzlich keine kleine und reine Computer-Firma mehr („Computers“ wurde ja auch bewusst aus dem Namen gestrichen), sondern ein Medienunternehmen, das neben Smartphones und eReadern auch von Musik und TV bis zu Büchern alles was es an Mediencontent gibt, anbietet. Und mit iAds ist Apple plötzlich ein gewaltiges Werbeunternehmen.

Google ist keine Suchmaschine mehr, sondern mischt genauso mit eigenen Smartphones mit, weil es erkannt hat, dass die Zukunft des Internets in Mobile Devices liegt. Geolocation und Bilderkennung der Umgebung, gepaart mit dem gigantischen Datenwust den Google „organisiert“, bringen völlig neue Werbemöglichkeiten.

Auch Facebook ist weit mehr als ein Social Network. Es wird zu einem Komplettanbieter, der auch bereits im Smartphone-Markt mitmischt und noch viel größere Pläne hat. Und wieder lautet das Zauberwort Advertising.

Schlussendlich geht es bei allen Playern genau darum: Den Kampf um neue Formen der Werbung, vor allem dem viel versprechenden Mobile Advertising.

Microsoft hat diesen Paradigmenwechsel nicht oder zu spät verstanden und ist aus dem Kampf bereits mehr oder weniger ausgeschieden, auch wenn gemeinsam mit Nokia nun die Flucht nach vorne versucht wird.

Der wahre Kampf findet wohl zwischen Apple, Google und Facebook statt, die längst dabei sind alle von ihrem Kerngeschäft hin zum gleichen Kuchen zu drängen und so zu den größten Werbeunternehmen der Welt zu werden. Wer daraus siegreich hervor geht, oder ob jedes der Unternehmen im Mobile Advetising jeweils aus seiner ursprünglichen Kernkompetenz ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln kann, werden wir wohl in den nächsten ein bis zwei Jahren sehen.

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Wie ernst es ein B2B Unternehmen mit Social Media nehmen kann zeigt Boeing. Der Flugzeugriese achtet nämlich ganz genau darauf wenn User über ihn kleine Tweets absetzen. So wurde David Meerman Scott auf dem SAS Premiere Business Leadership Series Event in Las Vegas gefragt, welche B2B Unternehmen seiner Meinung nach Social Media am besten verstanden hätten. Auf seine spontane Nennung von Boeing reagierten unzählige Zuhörer mit begeisterten Tweets die auch auf der großen Video Wall erschienen. Nur Minuten später erschien dann plötzlich folgender Tweet aus der Boeing Zentrale:

Tweet by Boeing

Die dadurch hervorgerufene Begeisterung von Scott und den Zuhörern lässt sich nachvollziehen. Da sitzen Kommunikationsverantwortliche die wirklich mitbekommen was im Social Web über ihr Unternehmen geredet wird und reagieren in Echtzeit. Scott hatte recht, Boeing hat Social Media wirklich verstanden.

P.S. Auch wenn so mancher Experte für die Abschaffung von Twitter Walls auf Events plädiert und ich dieses Ansinnen durchaus nachvollziehen kann, zeigt das Beispiel, dass Twitter Walls – wenn sinnvoll genützt – eine Daseinsberechtigung haben.

Boeing Twitter Feed: http://twitter.com/BoeingCorporate

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Während sich die ganze Welt über die 33 geretteten Kumpels in Chile freut zeigt das Ereignis einmal mehr wie unterschiedlich Kommunikationspolitik in unserer Welt gelebt wird.

Chiles Präsident weiß durch seinen TV-Hintergrund genau wie man zu kommunizieren hat. Die chilenischen Ministerien verwenden nicht nur klassische Medien, sondern setzten auch gekonnt auf Flickr, Twitter und andere Tools um die Chance zu nutzen Chile auf der Weltbühne ideal zu präsentieren.

In China hingegen laufen die Social Media Tools gerade andersherum heiß. Denn auf dem chinesischen Twitter-Equivalent posten Minenarbeiter ihren Frust heraus. In dem Land, in dem im letzten Jahr über 2000 Bergarbeiter Untertag den Tod fanden, sind Social Media Sites und die Transparenz die sie mit sich bringen noch immer nicht gerade erwünscht. Der User „days up in the air david“ bringt es auf den Punkt: „Chile invites all the media around the world, and turns the accident to an opportunity for world to know about Chile’s rescue technology and know about Chileans. On the contrary, mine accidents in China are about concealing and tragedy…“
Vielleicht lernen ja andere Länder von Chile…

 

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