china

Gefälschter Apple Store in China.

Gefälschter Apple Store in China.

Nein, ich spreche nicht von Kleidung, Spielzeugen oder anderen gebrauchten Gegenständen. Ich spreche von unseren christlichen Werten in Europa.

Gerade wird erstmals in China gegen ein ehemaliges Mitglied des Politbüros vorgegangen. Zhou Yongkang, der ehemalige Chef des mächtigen internen Sicherheitsapparats, steht unter Korruptionsverdacht.

Der Kampf gegen Korruption ist inzwischen bekanntlich zur Chefsache der Führung in Peking geworden. Doch wird Xi Jinping diesen Kampf gewinnen können? Ich bezweifle es. Continue reading Was wir wegwerfen – und man in China dringend sucht

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China, the country of contrastsSeit kurzem sind Christiane und ich wie geplant wieder zurück aus China. Das Jahr war extrem spannend und lehrreich. Nicht zuletzt wegen der gewaltigen Gegensätze im „Reich der Mitte“.

Große Armut steht extremem Reichtum gegenüber. Im offiziell kommunistischen Land herrscht der Kapitalismus stärker als im Westen. Tausende Jahre alte Kultur trifft auf modernste Architektur. Während viele Menschen am Land noch leben wie bei uns vor hundert Jahren, wachsen andernorts die Megastädte in den Himmel.

Oft kommt man sich vor, als würde man eine Zeitreise unternehmen, wenn man in eine benachbarte Provinz reist oder einfach nur auf die andere Straßenseite blickt.

Auch der Grad an Religionsfreiheit ist komplett unterschiedlich, je nachdem wo man sich befindet. Während in manchen Provinzen die (offiziell nicht registrierten) Hauskirchen völlig offen aktiv sein können, müssen in anderen Gegenden Christen und Angehörige anderer Religionen Angst haben aufgrund ihres Glaubens in große Schwierigkeiten zu kommen.

Wie könnte ich nun China zusammenfassen? Eben gar nicht. Der Satz „Wer behauptet China zu kennen, der lügt“, stimmt wirklich.

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China_Mobile

Ob bei China Mobile oder China Telecom, das Bild ist meist das gleiche: Nur die hälfte der Schalter ist offen, die restlichen Mitarbeiter haben anderes zu tun.

Zum Abschluss unserer Zeit in China durften wir sie noch einmal so richtig erleben: Die trotz immensem Fortschritt der letzten Jahre noch grausam veralteten Strukturen und Herangehensweisen wenn es um Formalitäten geht.

Wie viele ehemals klassische Staatsbetriebe ist die China Telecom eine der großen Moloche Chinas. Und es sollte mich inzwischen ja nicht mehr überraschen, wenn es kompliziert ist, den Internetanschluss zu kündigen.

Also gehe ich gut vorbereitet, mit Vertrag, Reisepass und einer chinesischen Freundin als Übersetzerin, zum großen China Telecom Shop drei Straßen von unserer Wohnung entfernt.

Wir nehmen ein Ticket – und erhalten die Auskunft, dass wir mindestens zwei Stunden warten müssten. Also fragen wir, ob es nicht noch einen anderen Shop in der Nähe gäbe. Ja, gibt es. Ob wir dort auch Internet abmelden könnten? Ja, sicher.

Also machen wir uns auf den Weg zum nächsten Shop. Dieser ist fast genauso groß, allerdings ist fast nichts los. Wir erklären unser Anliegen und erhalten nach einigem Hin und Her die Antwort: Geht nicht. In diesem Shop kann man sein Internet nicht abmelden.

Gut, zurück zum ersten Shop. Dort kommen wir schließlich dran und setzten uns an einen der vier offnen Schalter. Die junge Mitarbeiterin lächelt uns freundlich an und verkündet: Heute können wir den Vertrag leider nicht kündigen. Denn heute ist der 1. Juli. Und jeden ersten und zweiten Tag im Monat wird das Computersystem gewartet, womit Kündigungen nicht möglich sind.

Wir versuchen es also einige Tage später nocheinmal – diesmal zuerst bei dem kleinen Shop wo wir vor einem Jahr den Vertag eröffnet hatten. Man sollte ja meinen, dass man dort, wo man einen Vertrag begonnen hat, diesen auch beenden kann. Natürlich weit gefehlt.

Also wieder zurück zum großen überfüllten Shop vom letzen Mal. Ticket ziehen. Diesmal die Information: Nur eineinhalb Stunden warten, etwa 35 Leute vor uns. Wir gehen also in der Zwischenzeit mittagessen. Unsere Nummer ist 115 und als wir zurückkommen, ist gerade 98 dran. Allerdings sitzen an zwei der vier Schalter noch Kunden Nummer 85 und 86. Sie sitzen auch noch immer da, als wir einige Zeit später dran kommen. Dass sie damit fast die gesamten eineinhalb Stunden, die wir gewartet hatten, „betreut“ worden waren erweckt in mir Mitleid.

Ich freue mich also unheimlich, als klar wird, dass wir nun tatsächlich den Internetvertrag kündigen können. Die nette Dame tippselt in ihrem Computer und erklärt dann einiges auf Chinesisch. Unsere Freundin übersetzt: Wir können zwar jetzt kündigen, allerdings können wir den Betrag, den wir noch zurückbekommen sollten, erst im Oktober abholen. Dass wir im Oktober nicht mehr in China sind ändert an der Sache nichts. Ein Freund könnte das auch nicht für uns erledigen, denn man müsse mit originalem Pass kommen.

Mir ist zu diesem Zeitpunkt alles egal, ich will nur noch kündigen. Und man kann ohnehin nichts machen, das Geld ist weg. Doch dann kommt es noch lustiger. Wir müssten noch etwas nachzahlen – für den Telefonanschluss. Wir hatten zwar nie ein Festnetztelefon und hatten auch nie einen Telefonanschluss gewollt, aber offenbar war dieser automatisch im Internetpaket inbegriffen, ohne dass uns dies gesagt worden war. Ob man diesen Betrag denn nicht von dem abziehen könne, was uns China Telecom noch schuldet? Nein, das ist leider nicht möglich.

Also zahle ich schlussendlich dem Unternehmen Geld, das mir eigentlich Geld schuldet. Aber ich habe den Internetvertrag gekündigt. Und das ist Erfolgserlebnis genug.

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qq-logoyouku_logoweibo_logoRenren_logoFacebook, Twitter & Co sind im Reich der Mitte bekanntlich gesperrt. So dürfen sich chinesische Anbieter den Markt aufteilen und kopieren die westlichen Vorbilder mehr oder weniger gekonnt. Was sind also die wichtigsten chinesischen Social Networks? Und worin unterscheiden sie sich von den westlichen Originalen?

Dazu habe ich eine vierteilige Serie auf dem vi knallgrau Blog geschrieben.

Die einzelnen Beiträge könnt ihr hier lesen:

Teil 1: China: Eine andere Social Media Welt
Teil 2: RenRen und andere Facebook Klone
Teil 3: Weibo, mehr als eine Twitter Kopie
Teil 4: QQ, der eigentliche Marktführer

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iPhone mit Microsoft Werbung

In China ist alles möglich: Microsoft Werbung im iPhone Format Bildschirm

Als ich nach China kam, war eine der für mich spannendsten Fragen: Wie läuft Marketing in China? Ist es denn überhaupt so anders?

Nach den ersten Eindrücken möchte ich nun einige Monate später ein Zwischenfazit ziehen – und konkret auf die wichtigste Frage in diesem Zusammenhang eingehen: Worauf sollte man achten, wenn man Marketing in China machen möchte?

1. Mehr als Schrift
Der offensichtlichste Unterschied betrifft natürlich die Schriftzeichen. Doch geht dieser Unterschied weit über ein für Westler ungewohntes Erscheinungsbild hinaus. Chinesen haben ein grundsätzlich anderes Verständnis von Kalligraphie.

Gerade als westliches Unternehmen gilt es, den Spagat zwischen internationalem Feeling und chinesischer Welt zu schaffen. Ganz praktisch etwa: Wie sieht die gleiche Website sowohl in englischer als auch chinesischer Sprache gut aus, obwohl chinesische Schriftzeichen durch ihre Quadrat-Grundform viel höher sind? Welche chinesische Schriftart wähle ich, um ein modernes Image zu unterstreichen?

2. Kundenorientierung
Etwas, das weitreichende Auswirkungen auf die Welt des Marketings hat, ist die kaum vorhandene Kundenorientierung. Chinesen sind noch immer gewohnt, dass der (Staats-) Betrieb König ist, nicht der Kunde. Als Verkaufskraft zu einem Kunden freundlich und zuvorkommend zu sein, wozu? Dann verkauft man den Handyvertrag eben einem anderen der 1 Milliarde Chinesen!

Für internationale Unternehmen gilt es also, ihre Mitarbeiter in Sachen Kundenorientierung zu schulen – vom Webdesigner bis zur Verkaufskraft. Kein Wunder, dass etwa Apple nur schrittweise offizielle Stores in China eröffnet und lange in das Training der Mitarbeiter investiert.

3. Mehrsprachigkeit
Ich kann die Erfahrung von ORF China-Korrespondentin Cornelia Vospernik nur unterstreichen, die in ihrem Buch „China Live“ davon erzählt, wie sich die wenigsten Chinesen jemals an einen englischen Firmennamen erinnern.

Doch auch wenn die meisten chinesischen Firmen nur sinnleere englische Kunstnamen verwenden, so ist es doch essentiell für internationale Firmen, diese Internationalität mit ihrem westlichen Namen zu unterstreichen. Chinesen lieben westliche Marken und selbst wenn sie diese nicht aussprechen können, so hat doch das internationale Markenbild eine entscheidende Symbolwirkung.

Auch bei Slogans und anderen Marketingtexten gilt es abzuwägen, wann es Sinn macht das Englische oder das Chinesische in den Vordergrund zu stellen.

4. Mobiles Internet
China hat bekanntlich den Desktop mehr oder weniger übersprungen. Als Internet Device Nummer 1 dient das (meist übergroße) Smartphone. Manche Analysten gehen davon aus, dass bis Ende 2013 in China 500 Millionen davon in Betrieb sein werden. Responsive Webdesign, das sich an mobile Endgeräte entsprechend anpasst, ist also ein Muss in China.

5. Weißraum vs Farbenfroh und überladen
Obwohl internationale Firmen mit ihrem Marketing auch in China den Trend zu mehr Weißraum fördern, gilt für die meisten chinesischen Firmen weiterhin die unausgesprochene Design-Regel: Je bunter, greller und mehr, desto besser.

Als ich etwa unser neues Firmenschild drucken lassen wollte, erntete ich nur völliges Unverständnis, als ich der Druckfirma erklärte, dass der weiße Hintergrund kein Fehler sei. Grün! Blau! Gelb! Alles, aber bitte doch nicht weiß, wurde mir erklärt. Erst nach dreimaligem „Nein, das soll wirklich weiß sein!!“ wurde das Schild wirklich so gedruckt wie gedacht.
Gerade in der überladenen chinesischen Werbelandschaft ist Weißraum der Schlüssel zum Fokus auf die eigene Botschaft.

6. Zielgruppen
Wer Marketing in China machen möchte, muss vor allem einen zentralen Unterschied in der Zielgruppenanalyse verstehen: Stadt und Land sind zwei völlig verschiedene Welten. Von Werten und Bildung über Kaufkraft, bis hin zur Internetnutzung, bestehen gewaltige Unterschiede zwischen städtischer und ländlicher Bevölkerung.

7. Guanxi: Das chinesische Vitamin B
Beziehungen sind in China noch weit wichtiger als in anderen Ländern. Das wirkt sich auch auf die Kommunikationsarbeit aus. Nicht nur in der PR ist daher „Guanxi“ (Beziehung) zentrales Erfolgselement. Relationship Marketing, Mundpropaganda und Social Media Marketing bekommen so in China eine besondere Relevanz.

8. Social Media
Inzwischen sollte sich herumgesprochen haben, dass Facebook, Twitter und Co in China gesperrt sind. Dafür gibt es mit RenRen, Weibo, Youku etc. von fast allen Diensten eine chinesische Kopie. Social Media sind in China unglaublich populär, alleine die microbloggenden Chinesen zählen 273 Millionen. Auf die einzelnen Social Networks einzugehen würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Nur so viel: Es lohnt sich, sich von jemandem, der chinesisch kann in das soziale Reich des chinesischen Internets einführen zu lassen.

9. Cha bu duo: Ungefähr
Wie in so vielen Bereichen des chinesischen Lebens, gilt auch im Marketing: Cha bu duo. Solange es halbwegs gut aussieht, passt es.

Du gehst mit fertiger PDF Datei zu einem der vielen Visitenkarten-Shops und denkst, die Visitenkarte wird dann auch so aussehen, wie geplant? Weit gefehlt! Statt einfach das PDF zu drucken, wird die Visitenkarte (ungefähr) nachgebaut. Hinweise auf die falsche Ausrichtung einiger Zeilen treffen nur auf Unverständnis. Diese übergenauen Ausländer!

10. Platt vs Kreativ
Die chinesischen Bürger haben sich zwar extrem schnell an die Konsumwelt gewöhnt, es scheint jedoch oft so, dass sie damit noch immer nicht wirklich umgehen können.

Daher funktioniert auch offenbar Werbung, die so platt wirkt wie in den USA vor 30 Jahren. Das bedeutet aber auch ein noch ungemein großes Potential für kreative und mutige Werbezugänge.

Resümee
Auf den ersten Blick läuft Marketing in China weitgehend genauso ab wie „bei uns daheim“. Auf den zweiten Blick zeigen sich jedoch höchst spannende Unterschiede.

Das wichtigste ist zu wissen, dass Chinesen einerseits von Westlichem fasziniert sind, zugleich aber auch sehr stolz sind auf ihre eigene Kultur. Hier gilt es als westliches Unternehmen sensibel zu sein und zugleich mit dem eigenen internationalen Image zu Punkten. Es geht darum, die eigenen (westlichen) Standards nicht völlig über Bord zu werfen und zugleich flexibel mit den Anforderungen umzugehen, die die chinesische Marketingwelt mit sich bringt.

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Blick aus TaxiDiese Woche habe ich mit einem potentiellen Kunden leichtsinniger Weise ein Treffen bei einer Mittelschule am Rand von Chengdu vereinbart.

Dass es ein langer Trip werden würde, dachte ich mir schon. Daher hatte ich auch zuerst überlegt, einfach Mr. Bao zu buchen, einen Fahrer auf den unsere Firma regelmäßig zurück kommt.

Aber dann erwachte mein Abenteuergeist und meine männliche „ich finde meinen Weg schon“ Überzeugung. Also kam ich auf diesen Plan: Ich fahre mit dem Rad bis zur U-Bahn, mit der U-Bahn bis zur Endstation und von dort nehme ich dann ein Taxi, falls ich den Bus nicht finde.

Den richtigen Bus finde ich natürlich wirklich nicht, also nehme ich ein Taxi. Zuerst wirkt es so, als wenn mich der Taxler nicht dorthin mitnehmen will, vielleicht ist es ja zu weit, weil es außerhalb des eigentlichen Chengdu Stadtgebiets liegt. Dann aber verstehe ich, dass er mich doch mitnehmen will, für einen (ziemlich hohen) fixen Betrag natürlich. Aber die Zeit ist bereits knapp, also steige ich ein.

Wir kommen an und irgendwie steigt in mir schon ein komisches Gefühl auf. Die Gegend hat viel zu viele Hochhäuser. So hatte es, als ich das letzte Mal mit meinem Kontaktmann dorthin mitgefahren war, nicht ausgesehen.

Nicht, dass er mir einen falschen Namen gegeben hat, denke ich mir noch. Aber das kann ja nicht sein, er hatte immer genau von dieser Schule gesprochen. Und ganz grob kann ich mich an die Karte erinnern. Es war irgendwo am südlichen Rand von Chengdu, und da sind wir ja.

Das große Schultor, vor dem mich der Taxler aussetzt, sieht allerdings wirklich völlig anders aus als in meiner Erinnerung. Aber vielleicht sind wir ja nur beim Hintereingang.

Ich gehe über den Campus, aber da ist kein Gebäude das so aussieht, wie das, wo ich das letzte Mal war. Ich frage nach, zeige Passanten die SMS mit dem Namen der Schule, und mir wird bestätigt, dass ich hier richtig sei.

Es ist 16:55, ich wäre also genau pünktlich, wenn ich am richtigen Ort wäre. Um 17 Uhr wollten wir uns treffen.

Langsam verfestigt sich in mir allerdings die Befürchtung, zumindest am falschen Campus zu sein. In China haben viele Schulen mehrere Campi, vielleicht ist der andere ja einfach nur ein paar Häuserblöcke weiter.

Ich rufe meinen Kontaktmann an, er solle mir noch einmal den Namen der Schule per SMS senden, damit ich hier fragen kann. Die neue SMS beinhaltet völlig andere chinesische Zeichen als die erste. Und am iPhone in Google Maps eingegeben wird kein Ort gefunden.

Also zeige ich die SMS einem der Wachmänner, der mich an ein vor dem Tor stehendes Tuktuk verweist. Okay, denke ich mir, dann kann es also wohl wirklich nicht weit weg sein. Tukutuk Fahrer bringen einen nämlich üblicherweise nie sehr weit. Ich steige also ein und bin glücklich, dass ich wohl nur ein paar Minuten zu spät sein werde.

Aber weit gefehlt. Der Tuktukfahrer biegt um zwei Ecken und bleibt plötzlich vor einer Bushaltestelle stehen. Er deutet auf den Fahrplan und zeigt mir, ich sollte Bus Nummer 374 nehmen, bis zur Endstation. Das sind allerdings ungefähr 25 Stationen.

Ich bedanke mich freundlich, bezahle ihn und nehme mir ein Taxi. Mit dem Bus, das weiß ich mittlerweile, würde ich bei 25 Stationen wohl ca. 2 Stunden brauchen…

In diesem Moment ruft die Person an, die ich treffen möchte. Sie verspätet sich ein paar Minuten. Das trifft sich gut sage ich, ich mich nämlich auch.

Die Gelegenheit ergreifend bitte ich sie, dem Taxler zu erklären wohin er mich bringen muss. Was nun folgt, sollte mich mittlerweile eigentlich nicht mehr überraschen. Gefühlte 10 Minuten diskutieren die beiden, wohin die Reise denn gehen soll und was sie kostet. Er will mich wahrscheinlich nicht fahren.

Dann aber reicht er mir das Telefon durchs Gitter auf den Rücksitz zurück und mein potentieller Kunde erklärt mir, es sei ziemlich weit, der Taxler würde mich aber für 100 Yuan hin bringen.

Was für österreichische Taxiverhältnisse ein Pappenstiel ist (100 Yuan sind ca. 13 Euro), ist für China eine der teuersten Taxifahrten meines Lebens. Und auch eine der längsten. Inzwischen habe ich nämlich die richtige Schule doch auf Google Maps gefunden. Es sind rund 30 Kilometer.

Kurz vor 18 Uhr komme ich also endlich bei der richtigen Schule an. Wir haben ein gutes Meeting, essen noch zusammen in einer Nudelbude und dann geht es nach rund einer Stunde wieder in ein Taxi.

Wieder wenig überraschend ist mehr als kompliziert dem Taxler verständlich zu machen, dass ich zum Sichuan Gymnasium (ein bekanntes Stadion in der Stadt) möchte, wo ich mein Rad abgestellt habe. Ich deute auf Google Maps herum, zeige ihm den chinesischen Namen. Taxler in Chengdu scheinen allerdings mit Karten, selbst wenn sie auf chinesisch sind, auf Kriegsfuß zu stehen. Nach einigen Minuten Erklärung und Preisverhandlungen kann ich schlussendlich einsteigen und es geht zurück.

Als ich mein Rad sehe, bin ich mehr als erleichtert. Dass, als ich in unserem Wohnkomplex ankomme, der Lift wieder nicht funktioniert, kann mich im Moment auch nicht mehr aufregen. Ich bin einfach nur froh nach rund viereinhalb Stunden wieder zu Hause zu sein. Vielleicht frage ich doch das nächste Mal wieder Mr. Bao.

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Apple Store ChengduLange musste die 14 Millionen Einwohner Metropole auf ihren ersten Apple Store warten. Nun hat Apple allen i-hungrigen Chinesen in Chengdu (und mir) ein Weihnachtsgeschenk gemacht: Der erste echte Apple Store in der Stadt, in der 80% der letzten iPads produziert wurden, hat letzte Woche eröffnet.

Warum die Betonung auf echt? Schon seit längerem ist ja bekannt, dass in China unzählige gefakte Apple Stores existieren. Alleine in Chengdu gibt es dutzende davon, wie ich seit Sommer selbst feststellen konnte. Einige sehen Apple Stores wirklich relativ ähnlich, bis hin zur Kleidung der Mitarbeiter. Andere sind unglaublich plump.

Um einen kleinen Eindruck davon zu geben, hier eine Auswahl als Fotogalerie:

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Chinesische Schüler in Reih und GliedMich haben ja einige vorgewarnt. „In China muss man echt flexibel sein!“ Dass das für mich als Westeuropäer mit norddeutschen Wurzeln, der Ordnung und Verlässlichkeit liebt, ein gutes Lerntraining sein würde, war mir klar.

Ungefähr. Die Chinesen haben ein wunderbares Wort: Cha bu duo – „Ungefähr“. Ungefähr ist in China nämlich ungefähr alles. Egal ob auf Zeit oder Raum bezogen. Man trifft sich um 14 Uhr. Ungefähr. Das Bild hängt gerade. Ungefähr.

Dabei ist es unglaublich bewundernswert, wie schnell manche Dinge erledigt werden. Das Schloss unserer Wohnungstür zum Beispiel war nach dem Einzug schneller ausgetauscht, als bei uns in Österreich wohl der Anruf beim Schlosser dauern würde.

Badminton. Ein besonders lustiges Erlebnis zum Thema zeitliche Flexibilität hatten wir gerade letzte Woche:

Wir haben eine chinesische Freundin namens Betty (junge Chinesen haben fast alle auch einen englischen Namen). Christiane hatte mit Betty ausgemacht, am Mittwoch Mittagessen zu gehen. Im letzten Moment sagt Betty ab. Das Gleiche am Donnerstag. Gut, also kein Mittagessen. Stattdessen machen sich die beiden aus, am Samstag am Uni Campus Badminton spielen zu gehen.

In der Früh ruft Betty an, dass sie vielleicht nicht kann und sich noch einmal später meldet. Zu Mittag ruft sie an, es geht um 14:30 Uhr. Um 14 Uhr ruft sie an, wo Christiane denn sei. Sie kann entweder gleich, oder doch gar nicht. Vielleicht kann sie aber doch warten, sie weiß es noch nicht.

Weil wir zu viert spielen wollten, hatten wir zuvor auch Levi, einen anderen chinesischen Freund gefragt, ob er Zeit hat. Er hatte selbst zwar keine Zeit, zwei seiner Freunde wollten aber mit uns spielen. Ich solle sie kurz bevor wir losgehen noch einmal anrufen.

Das tue ich, doch plötzlich ist nicht mehr klar, ob sie nun wirklich können. Dann geht es aber doch. Also gehen wir zum Uni Campus. Betty ist nicht mehr da. Nach kurzer Zeit kommen dafür drei der zwei Freunde von Levi…

Und dann steht auf einmal noch ein wildfremdes Mädchen vor uns und fragt, ob sie mit uns spielen kann. Sie selbst hat keinen Schläger. Wir könnten uns ja aber abwechseln, schlägt sie vor.

Auch ohne Badmintonnetz (denn die richtigen Plätze waren wie fast immer alle voll) haben wir einen riesigen Spaß. Das imaginäre Netz wird einfach „cha bu duo“ festgelegt, der Gewinner wird von dem bestimmt, der gerade am pausieren ist.

Disziplin. Wie diese Flexibilität mit der gewaltigen Disziplin zusammen passt, die Chinesen oft an den Tag legen, ist uns weiterhin ein Rätsel. Die bekannten Bilder von China, mit Schülern beim Morgensport in Reih und Glied oder aufgereihten Restaurantmitarbeitern am Gehsteig sind nämlich keine falschen Klischees, sondern sehen wir täglich.

Doch das ist eben der Reiz an China: Widersprüche existieren nebeneinander, ohne dass man sie je verstehen wird. Man muss lernen, flexibel mit der Flexibilität umzugehen. Einfach „cha bu duo“.

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Wie funktioniert Kommunikation, Marketing und Werbung in China? Das ist eine der für mich spannendsten Fragen hier.
Ein Blick in die Werbewelt der chinesischen Großstadt:

Überall
Wer denkt, dass wir im Westen einer Reizüberflutung ausgesetzt sind, dem werden hier erst recht die Augen herausfallen.

Die überall vorhandenen Flat-Screens in Bussen sind hier nicht einfach dezent und still, nein die Werbung läuft in voller Audio-Lautstärke. Sie wird nur von den noch lauteren Handy-Gesprächen der Chinesen übertönt.

Kilometerlange Screens im U-Bahn Schacht: „Mitfahrende“ Werbung

Besonders beeindruckend sind die U-Bahn Werbungen: Mitfahrende Werbung durch kilometerlang aneinandergereihte Flatscreens.

Kommt man nach Hause und wartet im Stiegenhaus auf den Lift, wird man auch hier von Videoscreens bespaßt. In China wohnen eben so viele Menschen in einem einzigen Hochhaus, dass sich die Maßnahme wohl rechnet.

Auch im Lift geht es munter weiter. Nicht nur tonnenweise Plakate gibt es hier, sondern auch kleine an der Decke montierte Radios, die Tag aus Tag ein Werbung spielen. Nachdem wir im achten Stock wohnen, können wir die meisten Werbe-Telefonnummern nun schon auswendig auf chinesisch mitsprechen.

Im Lift geht die Werbung weiter. Mit Miniradio.

Schrill
Je schriller desto besser. Nachdem hier die Masse an Menschen ebenso wie die Masse an Werbung so gewaltig ist, versuchen Werber in China noch mehr als bei uns durch möglichst schrille und laute Werbung aufzufallen.

Sei es die Musik vor den kleinen Geschäften, wodurch man alle 3 Meter einem neuen Musikstil ausgesetzt ist, oder meine Lieblingsaktion: Chinesische Jungs und Mädels, die einfach vor dem Geschäft stehen und in die Hände klatschen. Die Effektivität davon lässt sich in Frage stellen…

Billig vs Hochglanz
Werbung von chinesischen Firmen wirkt einfach billig. Was ja wenig verwunderlich ist, soll sie ja die breite Masse ansprechen, die immer noch relativ geringe Einkommen hat.

Im Gegensatz dazu positionieren sich die internationalen Marken praktisch immer im Hochpreissegment, um die wachsende Reichenklientel anzusprechen. Ob eine Werbung von einer westlichen oder chinesischen Firma stammt, ist also auf den ersten Blick zu sehen.

Vor dem Lift in Wohnhochhäusern wird für Transformers geworben.

„Weiße“ Models
Nur ein Umstand könnte zur Verwirrung beitragen. Denn nicht nur internationale Konzerne setzen auf „weiße“ Models. Auch chinesische Firmen nutzen unglaublich oft das westliche Schönheitsideal der Chines(inn)en und fördern es damit noch weiter.

Fazit
Wie in so vielen anderen Bereichen in China treffen auch in der Werbelandschaft enorme Gegensätze aufeinander.
Auf der einen Seite findet man modernste Werbetechniken (siehe U-Bahn), die uns in Europa ziemlich alt aussehen lassen. Auf der anderen Seite wirken manche Werbungen plump und billig, wie bei uns in den 80ern. Riesige Werbeflächen von Gucci und Co stehen kleinen Händlern gegenüber, die ihre Wahlnüsse mit an Tonbänder angeschlossenen Mini-Megaphonen anpreisen.

Und von der digitalen Welt habe ich noch gar nicht geschrieben.

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Wir sind zurück. Nicht in Österreich, sondern in Chengdu. Eine Woche lang waren wir im abgelegenen Bergland Westchinas, wo wir mit einer Freundin deren Familie besucht haben.

Zuerst eine Stunde Flug in die Nachbarprovinz. Das ist natürlich noch nichts besonders. Doch dann: Vier Stunden mit dem Bus über steilste Bergstraßen, davon die erste Stunde über eine „Baustelle“. Während die neue Schnellstraße gebaut wird, läuft der Verkehr über halbmetertiefe Schlaglöcher und Matsch einfach weiter.

Wenn man endlich den Asphalt erreicht, warnen einen dort zahlreiche Schilder vor Steinschlag. Doch, anders als in Österreich, herrscht hier wirklich Steinschlaggefahr – die zahllosen Felsbrocken auf der Straße, meist ganz frisch, überzeugen einen davon sehr schnell. Geschichten von unserer Freundin, die dort nach Steinschlag einmal „einen Mann mit seinem Gehirn daneben“ gesehen hat, machen einen nicht gerade ruhiger.

Doch bisher war es noch harmlos. Oben in einer Bergstadt angekommen, übernachten wir einmal. Am nächsten Morgen kaufen wir am Markt Nahrungsmittel für die Familie unserer Freundin ein. Obst, Gemüse und ein lebendiges Huhn. In einem völlig untermotorisierten „Brot-Auto“ (die kleinen allgegenwärtigen Minivans, die aussehen wir ein Laib Brot) geht es nun hinauf in das Dorf unserer Freundin. Mehr als drei Stunden fahren wir über Stock und Stein. Wörtlich. Solche Straßen kennen wir sonst nicht einmal aus Griechenland. Die Fahrt hat alles was dazu gehört, inklusive Reifenplatzer und im Matsch stecken bleiben.

Die Straße existiert erst 3 Jahre. Davor konnte man nur durch einen acht Stunden Fußmarsch in das Dorf gelangen. Strom hat das Dorf seit genau einem Jahr, ebenso wie eine Handyverbindung.

Das Dorf hat seit einem Jahr Strom.

Wir kommen oben an, das Dorf liegt auf 3.300 Meter Seehöhe in einer herrlichen Berglandschaft. Es ist das dritte Mal in ihrem Leben, dass die Menschen hier oben Westler sehen. Sie sind Selbstversorger und kommen praktisch nie hinunter in die Stadt. Ohne Geld und Auto geht das auch kaum.

Die Familie unserer Freundin lebt, wie die etwa 70 anderen Dorfbewohner auch, von Buchweizen und Kartoffeln. Das Haus ist aus Lehm bzw. Holz und besteht aus drei Räumen. In der Mitte ist die Feuerstelle, auf der Seite die Schlafräume, die zugleich auch Lagerraum für die Kartoffelernte sind.

Fensterscheiben gibt es keine, auch wenn im Winter bis zu einem Meter Schnee liegen kann. Bis auf den Vater spricht hier niemand Mandarin. Die kleine Schwester unserer Freundin ging nur 2 Jahre zur Schule und lebt jetzt mit ihrem Cousin verheiratet in einem anderen Dorf.

Für das Mittagessen wird das bis dahin noch fröhliche Huhn, das wir mitgebracht haben, zerstückelt und (wörtlich) mit Kopf und Fuß in den Topf gesteckt. Die Eltern wollen, dass unsere Freundin kocht, denn sie haben Angst, dass wir Westler ihr Essen nicht mögen. Das Statusdenken ist hier noch extrem ausgeprägt. Die Großeltern mütterlicherseits waren noch Sklaven, die Familie wird von den anderen Dorfbewohnern daher bis heute als „untere Klasse“ betrachtet. Dass „wir Weiße“ die Familie besuchen, bringt der Familie Achtung in der Dorfgemeinschaft. Erschreckend, so etwas zu erleben.

Schlafzimmer und Kartoffellager in einem.

Es ist ein bewegendes Erlebnis, unsere Freundin bei ihr daheim in den Bergen zu erleben. Sie, die sonst am Computer schreibt und uns beim Handykauf geholfen hat, sitzt jetzt hier am Lehmboden und kocht über dem offenen Feuer. Und es bringt einem zum Nachdenken, mit wie wenig die Menschen hier oben zurecht kommen.

Zurück in Chengdu macht uns die Erfahrung wieder einmal deutlich, wie gewaltig die Gegensätze in China derzeit sind. Unsere Freundin bringt es auf den Punkt: „Es fühlt sich an wie in einem anderen Land, richtig?“

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Baustelle für U-BahnBaustellen HochhäuserNun sind wir also da, in Chengdu. Eines haben wir schnell erfahren: Chengdu ist angeblich die wirtschaftlich am schnellsten wachsende Stadt Chinas.

Zu übersehen ist das auch kaum. Überall neue Hochhäuser, die in den Himmel wachsen, kaum eine Straße auf der keine Baustelle ist und ein komplett neuer Flughafen der gerade gebaut wird.

Bisher hat Chengdu nur eine einzige (!) U-Bahn Linie, trotz rund 10 Millionen Einwohnern. Das ändert sich aber gerade ebenfalls rasant, denn es befinden sich vier weitere Linien im Bau, eine davon soll noch dieses Jahr eröffnet werden. Riesige Straßenzüge sind aufgerissen, und das während der Verkehr „ganz normal“ weiterläuft.

Menschenmengen – selbst bei der Wohnungssuche

Unsere Wohnungssuche in dieser schnelllebigen Stadt war daher ein ganz besonderes Erlebnis. Gleich am Tag nach unserer Ankunft zogen wir mit unseren beiden orts-, bzw. sprachkundigen Begleiterinnen los.

Die erste Wohnung entsprach unseren schlimmsten China-Befürchtungen. Fünfter Stock, kein Lift, dreckig, alte Möbel, kaum Isolierung, Küche auf der Terrasse… Wir stellten uns auf sehr bescheidene Verhältnisse ein. Die nächste Wohnung übertraf allerdings alle unsere Erwartungen. Für einen Spottpreis bot sich uns eine 3-Zimmer-Wohnung nach neuesten Standards und tiptop geputzt. Wir waren begeistert und nachdem uns die Maklerin zugesichert hatte, wir könnten ihr auch noch am nächsten Tag Bescheid geben, zogen wir weiter, da wir uns ja auch mit einer kleineren Wohnung zufrieden geben würden.

Am nächsten Vormittag hatten wir einen Termin mit einem weiteren Makler. Genauer gesagt vieren, denn nachdem wir zu viert waren, kam er mit drei Kollegen um uns, hinten auf ihren Motorscootern sitzend, durch den verrückten Chengdu Verkehr zu den Wohnungen zu bringen. Dass unsere langen westlichen Beine noch dran sind, ist eher ein Wunder.

Die Wohnungen waren leider wenig spannend, obwohl in der letzten sage und schreibe 10 Personen anwesend waren: Wir vier, die vier Makler und die zwei Vermieterinnen.

Aber wir hatten unsere Traumwohnung ja schon gefunden. Leider kam dann das böse Erwachen: Die Maklerin hatte die Wohnung trotz Zusicherung, auf uns zu warten, bereits vergeben. Also ging der ganze Spaß, bei 35 Grad durch die Stadt zu hirschen, von vorne los…

Schlussendlich konnten wir eine kleine, aber mehr oder weniger feine Wohnung mit Gästezimmer (!) finden, in die wir in Kürze einziehen werden. Den Belastungstest hat sie jedenfalls schon bestanden: Bei der Besichtigung waren neben uns vieren anwesend: Die Besitzerin, der Opa, die Oma, die Tochter, zwei Freunde der Besitzerin und der Hausbesorger – alles in allem 11 Personen. In China sind eben überall viele Menschen.

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Chengdu BrückeNun ist es also soweit. Meine Frau und ich gehen, auf gut Österreichisch gesagt, „ein Zeitl nach China“.

Hier auf meinem Blog, auf dem ich sonst allgemein zu Kommunikation und Leadership schreibe, möchten wir ab August über unsere Erlebnisse in China berichten.

Von skurrilen Alltagserlebnissen und herausforderndem Essen, bis zu Kommunikation und Leadership in einem Land der Schamkultur. Wir freuen uns auf die Zeit im „Reich der Mitte“ und sind schon gespannt, was wir zu berichten haben werden!

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