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Apple Store ChengduLange musste die 14 Millionen Einwohner Metropole auf ihren ersten Apple Store warten. Nun hat Apple allen i-hungrigen Chinesen in Chengdu (und mir) ein Weihnachtsgeschenk gemacht: Der erste echte Apple Store in der Stadt, in der 80% der letzten iPads produziert wurden, hat letzte Woche eröffnet.

Warum die Betonung auf echt? Schon seit längerem ist ja bekannt, dass in China unzählige gefakte Apple Stores existieren. Alleine in Chengdu gibt es dutzende davon, wie ich seit Sommer selbst feststellen konnte. Einige sehen Apple Stores wirklich relativ ähnlich, bis hin zur Kleidung der Mitarbeiter. Andere sind unglaublich plump.

Um einen kleinen Eindruck davon zu geben, hier eine Auswahl als Fotogalerie:

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Chinesische Schüler in Reih und GliedMich haben ja einige vorgewarnt. „In China muss man echt flexibel sein!“ Dass das für mich als Westeuropäer mit norddeutschen Wurzeln, der Ordnung und Verlässlichkeit liebt, ein gutes Lerntraining sein würde, war mir klar.

Ungefähr. Die Chinesen haben ein wunderbares Wort: Cha bu duo – „Ungefähr“. Ungefähr ist in China nämlich ungefähr alles. Egal ob auf Zeit oder Raum bezogen. Man trifft sich um 14 Uhr. Ungefähr. Das Bild hängt gerade. Ungefähr.

Dabei ist es unglaublich bewundernswert, wie schnell manche Dinge erledigt werden. Das Schloss unserer Wohnungstür zum Beispiel war nach dem Einzug schneller ausgetauscht, als bei uns in Österreich wohl der Anruf beim Schlosser dauern würde.

Badminton. Ein besonders lustiges Erlebnis zum Thema zeitliche Flexibilität hatten wir gerade letzte Woche:

Wir haben eine chinesische Freundin namens Betty (junge Chinesen haben fast alle auch einen englischen Namen). Christiane hatte mit Betty ausgemacht, am Mittwoch Mittagessen zu gehen. Im letzten Moment sagt Betty ab. Das Gleiche am Donnerstag. Gut, also kein Mittagessen. Stattdessen machen sich die beiden aus, am Samstag am Uni Campus Badminton spielen zu gehen.

In der Früh ruft Betty an, dass sie vielleicht nicht kann und sich noch einmal später meldet. Zu Mittag ruft sie an, es geht um 14:30 Uhr. Um 14 Uhr ruft sie an, wo Christiane denn sei. Sie kann entweder gleich, oder doch gar nicht. Vielleicht kann sie aber doch warten, sie weiß es noch nicht.

Weil wir zu viert spielen wollten, hatten wir zuvor auch Levi, einen anderen chinesischen Freund gefragt, ob er Zeit hat. Er hatte selbst zwar keine Zeit, zwei seiner Freunde wollten aber mit uns spielen. Ich solle sie kurz bevor wir losgehen noch einmal anrufen.

Das tue ich, doch plötzlich ist nicht mehr klar, ob sie nun wirklich können. Dann geht es aber doch. Also gehen wir zum Uni Campus. Betty ist nicht mehr da. Nach kurzer Zeit kommen dafür drei der zwei Freunde von Levi…

Und dann steht auf einmal noch ein wildfremdes Mädchen vor uns und fragt, ob sie mit uns spielen kann. Sie selbst hat keinen Schläger. Wir könnten uns ja aber abwechseln, schlägt sie vor.

Auch ohne Badmintonnetz (denn die richtigen Plätze waren wie fast immer alle voll) haben wir einen riesigen Spaß. Das imaginäre Netz wird einfach „cha bu duo“ festgelegt, der Gewinner wird von dem bestimmt, der gerade am pausieren ist.

Disziplin. Wie diese Flexibilität mit der gewaltigen Disziplin zusammen passt, die Chinesen oft an den Tag legen, ist uns weiterhin ein Rätsel. Die bekannten Bilder von China, mit Schülern beim Morgensport in Reih und Glied oder aufgereihten Restaurantmitarbeitern am Gehsteig sind nämlich keine falschen Klischees, sondern sehen wir täglich.

Doch das ist eben der Reiz an China: Widersprüche existieren nebeneinander, ohne dass man sie je verstehen wird. Man muss lernen, flexibel mit der Flexibilität umzugehen. Einfach „cha bu duo“.

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Mopeds und Räder auf KreuzungIch liebe den Verkehr in China. Und ich hasse den Verkehr in China. Je nachdem in welcher Stimmung ich bin und ob ich es gerade eilig habe oder nicht.
Hier 9 Prinzipien, um die tägliche Straßenschlacht zu überleben und vielleicht sogar Spaß daran zu haben:

1. Sei dir immer bewusst: Als Fußgänger bist du das schwächste Glied. Und hast damit genau gar keine Rechte. Werte es als Erfolgserlebnis, wenn du nicht angehupt wirst, während du bei grün über den Zebrastreifen gehst.

Fahrverbot mit Wache

Wenn ein Fahrverbot wirklich eingehalten werden soll, braucht es eine eigene „Wache“.

2. Rückspiegel sind nur Dekoration. Chinesische Fahrer sind nur für das verantwortlich, was sich in ihrem direkten Sichtfeld befindet. Alles, was sich mehr als 90 Grad seitlich befindet, ist das Problem des Hintermanns.

3. Die Hupe ist das wichtigste Teil am Fahrzeug. Sie ist in China kein Instrument um Ärger kundzutun, sondern sagt einfach nur „ich bin hinter dir“. Wer nicht hupt oder klingelt, existiert nicht. Gemessene Hupfrequenz auf Hauptstraßen daher: Unter 3 Sekunden.

Flyover in Chengdu

Blick aus unserem Gebäude. Rushhour – den ganzen Tag.

4. Bleibe keinesfalls stehen. Wer zuerst bremst hat verloren. Habe dabei keine Angst, solange du siehst, dass du gesehen wirst (dabei darf dein Gegenüber allerdings nicht merken, dass du ihn siehst…).

5. Rege dich niemals auf. Bleibe ruhig, egal ob ein Auto bei Rot über den Zebrastreifen fährt oder dich fast in den Straßengraben drängt. Erst wenn ein Unfall passiert ist, darfst du richtig laut schreien.

6. Vertraue nie auf den Vertrauensgrundsatz. Auch wenn vor deinem Fahrrad alles meterweise frei scheint, wende deinen Blick nie von der Straße ab. Nicht einmal für eine Sekunde.

7. U-Turns sind erlaubt. Überall.

Auto auf Fahrradweg

Räder und Mopeds dürfen sowieso überall fahren. Doch auch Autos nützen gerne Fahrradwege.

8. „Zuerst links schauen“ gilt hier nicht. Die gute alte Kinderregel für die Straßenüberquerung kann in China gefährlich werden. Räder, Mopeds und sogar Autos kommen aus jeder erdenklichen Richtung, auch auf deiner Straßenseite.

9.  Räder und Mopeds dürfen überall fahren. Auch auf dem Gehsteig. Wo du parken darfst ist allerdings eine andere Geschichte.

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Wie funktioniert Kommunikation, Marketing und Werbung in China? Das ist eine der für mich spannendsten Fragen hier.
Ein Blick in die Werbewelt der chinesischen Großstadt:

Überall
Wer denkt, dass wir im Westen einer Reizüberflutung ausgesetzt sind, dem werden hier erst recht die Augen herausfallen.

Die überall vorhandenen Flat-Screens in Bussen sind hier nicht einfach dezent und still, nein die Werbung läuft in voller Audio-Lautstärke. Sie wird nur von den noch lauteren Handy-Gesprächen der Chinesen übertönt.

Kilometerlange Screens im U-Bahn Schacht: „Mitfahrende“ Werbung

Besonders beeindruckend sind die U-Bahn Werbungen: Mitfahrende Werbung durch kilometerlang aneinandergereihte Flatscreens.

Kommt man nach Hause und wartet im Stiegenhaus auf den Lift, wird man auch hier von Videoscreens bespaßt. In China wohnen eben so viele Menschen in einem einzigen Hochhaus, dass sich die Maßnahme wohl rechnet.

Auch im Lift geht es munter weiter. Nicht nur tonnenweise Plakate gibt es hier, sondern auch kleine an der Decke montierte Radios, die Tag aus Tag ein Werbung spielen. Nachdem wir im achten Stock wohnen, können wir die meisten Werbe-Telefonnummern nun schon auswendig auf chinesisch mitsprechen.

Im Lift geht die Werbung weiter. Mit Miniradio.

Schrill
Je schriller desto besser. Nachdem hier die Masse an Menschen ebenso wie die Masse an Werbung so gewaltig ist, versuchen Werber in China noch mehr als bei uns durch möglichst schrille und laute Werbung aufzufallen.

Sei es die Musik vor den kleinen Geschäften, wodurch man alle 3 Meter einem neuen Musikstil ausgesetzt ist, oder meine Lieblingsaktion: Chinesische Jungs und Mädels, die einfach vor dem Geschäft stehen und in die Hände klatschen. Die Effektivität davon lässt sich in Frage stellen…

Billig vs Hochglanz
Werbung von chinesischen Firmen wirkt einfach billig. Was ja wenig verwunderlich ist, soll sie ja die breite Masse ansprechen, die immer noch relativ geringe Einkommen hat.

Im Gegensatz dazu positionieren sich die internationalen Marken praktisch immer im Hochpreissegment, um die wachsende Reichenklientel anzusprechen. Ob eine Werbung von einer westlichen oder chinesischen Firma stammt, ist also auf den ersten Blick zu sehen.

Vor dem Lift in Wohnhochhäusern wird für Transformers geworben.

„Weiße“ Models
Nur ein Umstand könnte zur Verwirrung beitragen. Denn nicht nur internationale Konzerne setzen auf „weiße“ Models. Auch chinesische Firmen nutzen unglaublich oft das westliche Schönheitsideal der Chines(inn)en und fördern es damit noch weiter.

Fazit
Wie in so vielen anderen Bereichen in China treffen auch in der Werbelandschaft enorme Gegensätze aufeinander.
Auf der einen Seite findet man modernste Werbetechniken (siehe U-Bahn), die uns in Europa ziemlich alt aussehen lassen. Auf der anderen Seite wirken manche Werbungen plump und billig, wie bei uns in den 80ern. Riesige Werbeflächen von Gucci und Co stehen kleinen Händlern gegenüber, die ihre Wahlnüsse mit an Tonbänder angeschlossenen Mini-Megaphonen anpreisen.

Und von der digitalen Welt habe ich noch gar nicht geschrieben.

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Wir sind zurück. Nicht in Österreich, sondern in Chengdu. Eine Woche lang waren wir im abgelegenen Bergland Westchinas, wo wir mit einer Freundin deren Familie besucht haben.

Zuerst eine Stunde Flug in die Nachbarprovinz. Das ist natürlich noch nichts besonders. Doch dann: Vier Stunden mit dem Bus über steilste Bergstraßen, davon die erste Stunde über eine „Baustelle“. Während die neue Schnellstraße gebaut wird, läuft der Verkehr über halbmetertiefe Schlaglöcher und Matsch einfach weiter.

Wenn man endlich den Asphalt erreicht, warnen einen dort zahlreiche Schilder vor Steinschlag. Doch, anders als in Österreich, herrscht hier wirklich Steinschlaggefahr – die zahllosen Felsbrocken auf der Straße, meist ganz frisch, überzeugen einen davon sehr schnell. Geschichten von unserer Freundin, die dort nach Steinschlag einmal „einen Mann mit seinem Gehirn daneben“ gesehen hat, machen einen nicht gerade ruhiger.

Doch bisher war es noch harmlos. Oben in einer Bergstadt angekommen, übernachten wir einmal. Am nächsten Morgen kaufen wir am Markt Nahrungsmittel für die Familie unserer Freundin ein. Obst, Gemüse und ein lebendiges Huhn. In einem völlig untermotorisierten „Brot-Auto“ (die kleinen allgegenwärtigen Minivans, die aussehen wir ein Laib Brot) geht es nun hinauf in das Dorf unserer Freundin. Mehr als drei Stunden fahren wir über Stock und Stein. Wörtlich. Solche Straßen kennen wir sonst nicht einmal aus Griechenland. Die Fahrt hat alles was dazu gehört, inklusive Reifenplatzer und im Matsch stecken bleiben.

Die Straße existiert erst 3 Jahre. Davor konnte man nur durch einen acht Stunden Fußmarsch in das Dorf gelangen. Strom hat das Dorf seit genau einem Jahr, ebenso wie eine Handyverbindung.

Das Dorf hat seit einem Jahr Strom.

Wir kommen oben an, das Dorf liegt auf 3.300 Meter Seehöhe in einer herrlichen Berglandschaft. Es ist das dritte Mal in ihrem Leben, dass die Menschen hier oben Westler sehen. Sie sind Selbstversorger und kommen praktisch nie hinunter in die Stadt. Ohne Geld und Auto geht das auch kaum.

Die Familie unserer Freundin lebt, wie die etwa 70 anderen Dorfbewohner auch, von Buchweizen und Kartoffeln. Das Haus ist aus Lehm bzw. Holz und besteht aus drei Räumen. In der Mitte ist die Feuerstelle, auf der Seite die Schlafräume, die zugleich auch Lagerraum für die Kartoffelernte sind.

Fensterscheiben gibt es keine, auch wenn im Winter bis zu einem Meter Schnee liegen kann. Bis auf den Vater spricht hier niemand Mandarin. Die kleine Schwester unserer Freundin ging nur 2 Jahre zur Schule und lebt jetzt mit ihrem Cousin verheiratet in einem anderen Dorf.

Für das Mittagessen wird das bis dahin noch fröhliche Huhn, das wir mitgebracht haben, zerstückelt und (wörtlich) mit Kopf und Fuß in den Topf gesteckt. Die Eltern wollen, dass unsere Freundin kocht, denn sie haben Angst, dass wir Westler ihr Essen nicht mögen. Das Statusdenken ist hier noch extrem ausgeprägt. Die Großeltern mütterlicherseits waren noch Sklaven, die Familie wird von den anderen Dorfbewohnern daher bis heute als „untere Klasse“ betrachtet. Dass „wir Weiße“ die Familie besuchen, bringt der Familie Achtung in der Dorfgemeinschaft. Erschreckend, so etwas zu erleben.

Schlafzimmer und Kartoffellager in einem.

Es ist ein bewegendes Erlebnis, unsere Freundin bei ihr daheim in den Bergen zu erleben. Sie, die sonst am Computer schreibt und uns beim Handykauf geholfen hat, sitzt jetzt hier am Lehmboden und kocht über dem offenen Feuer. Und es bringt einem zum Nachdenken, mit wie wenig die Menschen hier oben zurecht kommen.

Zurück in Chengdu macht uns die Erfahrung wieder einmal deutlich, wie gewaltig die Gegensätze in China derzeit sind. Unsere Freundin bringt es auf den Punkt: „Es fühlt sich an wie in einem anderen Land, richtig?“

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Baustelle für U-BahnBaustellen HochhäuserNun sind wir also da, in Chengdu. Eines haben wir schnell erfahren: Chengdu ist angeblich die wirtschaftlich am schnellsten wachsende Stadt Chinas.

Zu übersehen ist das auch kaum. Überall neue Hochhäuser, die in den Himmel wachsen, kaum eine Straße auf der keine Baustelle ist und ein komplett neuer Flughafen der gerade gebaut wird.

Bisher hat Chengdu nur eine einzige (!) U-Bahn Linie, trotz rund 10 Millionen Einwohnern. Das ändert sich aber gerade ebenfalls rasant, denn es befinden sich vier weitere Linien im Bau, eine davon soll noch dieses Jahr eröffnet werden. Riesige Straßenzüge sind aufgerissen, und das während der Verkehr „ganz normal“ weiterläuft.

Menschenmengen – selbst bei der Wohnungssuche

Unsere Wohnungssuche in dieser schnelllebigen Stadt war daher ein ganz besonderes Erlebnis. Gleich am Tag nach unserer Ankunft zogen wir mit unseren beiden orts-, bzw. sprachkundigen Begleiterinnen los.

Die erste Wohnung entsprach unseren schlimmsten China-Befürchtungen. Fünfter Stock, kein Lift, dreckig, alte Möbel, kaum Isolierung, Küche auf der Terrasse… Wir stellten uns auf sehr bescheidene Verhältnisse ein. Die nächste Wohnung übertraf allerdings alle unsere Erwartungen. Für einen Spottpreis bot sich uns eine 3-Zimmer-Wohnung nach neuesten Standards und tiptop geputzt. Wir waren begeistert und nachdem uns die Maklerin zugesichert hatte, wir könnten ihr auch noch am nächsten Tag Bescheid geben, zogen wir weiter, da wir uns ja auch mit einer kleineren Wohnung zufrieden geben würden.

Am nächsten Vormittag hatten wir einen Termin mit einem weiteren Makler. Genauer gesagt vieren, denn nachdem wir zu viert waren, kam er mit drei Kollegen um uns, hinten auf ihren Motorscootern sitzend, durch den verrückten Chengdu Verkehr zu den Wohnungen zu bringen. Dass unsere langen westlichen Beine noch dran sind, ist eher ein Wunder.

Die Wohnungen waren leider wenig spannend, obwohl in der letzten sage und schreibe 10 Personen anwesend waren: Wir vier, die vier Makler und die zwei Vermieterinnen.

Aber wir hatten unsere Traumwohnung ja schon gefunden. Leider kam dann das böse Erwachen: Die Maklerin hatte die Wohnung trotz Zusicherung, auf uns zu warten, bereits vergeben. Also ging der ganze Spaß, bei 35 Grad durch die Stadt zu hirschen, von vorne los…

Schlussendlich konnten wir eine kleine, aber mehr oder weniger feine Wohnung mit Gästezimmer (!) finden, in die wir in Kürze einziehen werden. Den Belastungstest hat sie jedenfalls schon bestanden: Bei der Besichtigung waren neben uns vieren anwesend: Die Besitzerin, der Opa, die Oma, die Tochter, zwei Freunde der Besitzerin und der Hausbesorger – alles in allem 11 Personen. In China sind eben überall viele Menschen.

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Ich bin zwar schon in China, doch die vi knallgrau Studie, die ich gemeinsam mit FH Prof.  Gudrun Reimerth geschrieben habe, ist jetzt gerade online gegangen.

Wir haben gemeinsam mit der FH Joanneum 2.324 Postings von 100 Consumer und Retail Brands analysiert.
Spannende Erkenntnisse sind z.B.: Weniger Links, mehr Sonntag!

Alle Details, Infografik usw findet ihr auf dem vi knallgrau Blog: http://www.knallgrau.at/company/weblog/stories/vi-knallgrau-facebook-studie-consumer-retail-brands/

Studie: Welche Inhalte auf Facebook funktionieren

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Gut, wir sind wohl nicht die ersten Menschen aus Europa, die China besuchen. Trotzdem hier mal die für uns „beeindruckenden Eindrücke“, die wir in den ersten Tagen in Peking gesammelt haben, von Christiane und mir niedergeschrieben:

1. Alles ist groß. Wirklich GROSS.

Wir sind ja amerikanische Maßstäbe gewöhnt. Aber die Distanzen, Häuserburgen und Straßen haben hier wirklich unglaubliche Ausmaße. Sogar die Fahrradwege (die man sich mit den Bussen teilt) sind überdimensional.

2. Der Verkehr ist ärger als aus den Erzählungen

Zu diesem Thema werden wir sicher später mal ausführlicher schreiben. Vorerst nur so viel: Es ist noch verrückter als wir uns das erwartet hatten. Vorrang hat prinzipiell der, der schneller und größer ist.
Als Radfahrer und Fußgänger hat man nur in der Masse eine Chance. Trotzdem haben wir es gleich gewagt und für umgerechnet ca 1,3 Euro einen Tag Fahrräder gemietet. Hat echt Spaß gemacht! Und wir haben festgestellt, in diesem so ungeregelten Verkehr passieren offenbar weniger Unfälle als auf unseren europäischen überregulierten Straßen.

3. Nicht die Frauen gehen bauchfrei, sondern die Männer.

Zuerst ein Wort zu den Frauen: Die Mode scheint eher nach amerikanischen Maßstäben zu sein, nach dem Motto unten kurz und oben weit, das heißt zumindest bei den Jüngeren. Sehr kurze Hosen oder Röcke werden oft kombiniert mit einem etwas weiteren Oberteil, meist sogar mit Ärmeln, obwohl man vor Hitze fast vergeht… Die älteren Frauen tragen öfter lange Röcke oder auch Stoffhosen. Das Interessanteste ist: Viele der Damen lustwandeln mit Schirmen. Was auf den ersten Blick nach Schutz vor einem plötzlichen Gewitter ausschaut, entpuppt sich bald als ein praktischer Sonnenschutz. Werde ich (Christiane) mir wohl auch bald zulegen… Dieser wird übrigens auch getragen wenn die Sonne aufgrund des Smogs kaum sichtbar ist. Eine zusätzliche „Hilfe“ gegen die erdrückende Hitze ist der klassische Fächer, den man ja aus den Chinarestaurants kennt.

Was für uns jedoch echt zum Schreien aussieht, ist Folgendes: Nicht die Damen spazieren hier bauchfrei über die Plätze, sondern die Männer! Dazu knüpfen sie sich das T-Shirt oft oberhalb des (Bier)bauches (bei Beleibteren funktioniert es anscheinend noch besser) zusammen um etwas mehr Luft zu bekommen. Diesen Trend wird Johannes wohl nicht übernehmen.

4. Die Gastfreundschaft ist großartig

Spontan haben wir einen Freund von Christianes Bruder getroffen. Dieser hat uns dann gleich in das noble Restaurant (siehe Foto rechts) von einem Freund seiner Mutter eingeladen. Mit gefühlten 27 Gängen.

5. Wir sind die Attraktion

Wie wir schon vorgewarnt wurden: Gleich am ersten Tag haben uns mehrere Chinesen angesprochen, weil sie Fotos gemeinsam mit uns machen wollten. Wir sind überrascht, wie sehr die Westler selbst in Peking, wo ja viele Touristen sind, untergehen. Die meisten Touristen hier sind selbst aus China. Wir sind gespannt, wie das dann wohl im Landesinneren wird…

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Chengdu BrückeNun ist es also soweit. Meine Frau und ich gehen, auf gut Österreichisch gesagt, „ein Zeitl nach China“.

Hier auf meinem Blog, auf dem ich sonst allgemein zu Kommunikation und Leadership schreibe, möchten wir ab August über unsere Erlebnisse in China berichten.

Von skurrilen Alltagserlebnissen und herausforderndem Essen, bis zu Kommunikation und Leadership in einem Land der Schamkultur. Wir freuen uns auf die Zeit im „Reich der Mitte“ und sind schon gespannt, was wir zu berichten haben werden!

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Sponsored StoryVor wenigen Wochen hat Facebook etwas eingeführt, das mich als Social Media Consultant auf der einen Seite und als Privatperson auf der anderen, wieder einmal in eine Spannung bringt: „Sponsored Stories“ im Newsstream. Was eigentlich recht harmlos klingt, bedeutet einen Paradigmenwechsel in unseren Beziehungen. Ich erkläre hier mal, was ich meine.

Die Beziehungssteuerung von Facebook
Dass Facebook unsere Beziehungen prägt, in dem es durch den berühmten „Edge Rank“ bestimmt, welche Beiträge ich von welchen meiner Freunde im Newsstream erhalte, ist mittlerweile still akzeptierte Realität.

Klar, bei 396 Freunden kann mir nicht jedes Statusupdate dieser „Freunde“ gezeigt werden. Ich bin Facebook dafür dankbar, dass es intelligente Filtermechanismen entwickelt hat, um mir nur die relevantesten Updates zukommen zu lassen. Ob diese wirklich die relevantesten sind, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

Bezahlte Freundschaften
Mit den neu eingeführten Sponsored Stories im Newsstream geht Facebook aber einen entscheidenden Schritt weiter. Unternehmen können nun dafür bezahlen, dass mir bestimmte Aktivitäten meiner Freunde auf Facebook angezeigt werden. Und das nicht nur (wie zuvor) am rechten Rand, wo auch die anderen Werbeanzeigen zu sehen sind, sondern direkt in meinem Newsstream, zwischen all den anderen Beiträgen meiner Freunde.

Wenn also zum Beispiel mein Freund Sepp die Fanpage von „Nike“ liked, etwas das für mich völlig irrelevant ist und sonst vermutlich nicht in meinem Newsstream angezeigt würde, erscheint der Beitrag trotzdem bei mir. Denn Nike hat dafür gezahlt.

Segen oder Fluch?
Wie am Anfang gesagt, mich bringt das in eine große Spannung. Denn als Consultant, aus Unternehmenssicht, ist diese neue Werbeform genial. Sie wirkt so gar nicht wie Werbung und ist gerade deshalb höchst wirksam. Wir wissen, dass Empfehlungen von Freunden weit einflussreicher sind als klassische Werbeanzeigen.

Doch als Nutzer finde ich diese Entwicklung höchst bedenklich. Auf einmal bestimmen Unternehmen mit, was und wie viel ich aus meinem Freundeskreis wahr nehme. Welche meiner Freunde präsent sind und welchen Eindruck ich von ihnen bekomme. Unternehmen greifen damit direkt in meine Beziehungen ein. Und, was ebenso schlimm ist, sie missbrauchen mich umgekehrt als Werbemittel

Dabei sind die aktuellen Entwicklungen sicher erst der Anfang. Google bietet mit Hilfe von Google+ seit einiger Zeit eine personalisierte Suche an, die mir nur Suchergebnisse zeigt, die von meinen Kontakten empfohlen werden. Wie viel Geld sich hier mit „Sponsoring“ machen ließe, ist schnell klar.

Facebook, Google & Co bestimmen also schon lange unsere Beziehungen. Und zunehmend werden das auch Unternehmen tun. Komisch finde ich eigentlich nur, dass das niemandem auffällt. Und dass sich niemand dagegen wehrt.

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Das PackerlWer mich kennt weiß, dass ich ein glühender Fan der Obvious Adams Story bin. Wer sie noch nicht kennt, unbedingt hier lesen. Kernaussage dieser Business-Fable aus den 20er Jahren ist, dass wir oft das ganz Offensichtliche übersehen. Würden wir es sehen und entsprechend handeln, wäre der Erfolg meist zum Greifen nahe – und das ganz ohne besonders innovativ sein zu müssen.

Die erste kurze Obvious Adams Geschichte, die ich hier jetzt aber nicht im Detail erzählen will, betrifft Handwerker. Nur so viel: Warum um alles in der Welt scheinen Handwerker in der Regel nicht in der Lage zu sein, sich vorher bei der Hausverwaltung zu erkundigen, was sie denn eigentlich genau reparieren sollten? Wie oft ist es Ihnen nicht schon passiert, dass ein Handwerker im Bad steht, alles verdreckt und dann als erstes verkündet: „Aha, na, den Teil haben wir aber nicht mit. Da muss ich erst in der Zentrale anrufen. Wahrscheinlich muss ich Montag wieder kommen!“

Doch jetzt zur zweiten und eigentlichen Geschichte, die ich erzählen wollte, eine Art Komödie während der ich aber manchmal fast weinen musste.

Hauptprotagonist ist ein kleines Weihnachtspäcken. Es wurde von unseren Freunden aus Vorarlberg am 27.12. nach Wien geschickt. Wie es nun mal so üblich ist, waren wir über die Feiertage nicht zu Hause. So erhielten wir die Benachrichtigung des Postboten erst am 9.12. 9.01. als wir wieder nach Wien kamen. Bis 16.12. 16.01. könnten wir das Packerl abholen.

Wie üblich ging meine Frau schnurstracks zur Postfiliale um dies rechtzeitig zu tun. Doch dort war es nicht. „Ja, schauns, auf dem Zettl steht ja eh, Sie müssen es beim Postautomat abholen!“ erklärte man uns dort unwillig. Von einem Postautomaten hatten wir bisher noch nie etwas gehört, immer unsere Packerln brav in der Filiale abgeholt. Aber es ist ja schön wenn die Post moderner wird. Dachten wir uns.

Denn als wir am selben Abend noch einen Spaziergang zu ebendiesem besagten Postautomaten machten, begann der Frust.

„Code ungültig.“ erklärte uns die Maschine. „Bei Problemen rufen Sie bitte die Hotline an.“  Natürlich bestätigte sich unsere kleine Vermutung, dass die Hotline um diese Uhrzeit wohl kaum besetzt sein würde.

Also Anruf am nächsten Tag. „Na, Ihr Packerl wurde schon zurück geschickt. Es wurde nicht rechtzeitig abgeholt.“ Dass auf der Benachrichtigung vom 16.1. die Rede war, sei ein Fehler des Postboten gewesen. Offensichtlich war das Packerl aber wohl auch überhaupt zu früh zurück gesendet worden. Ich solle die Benachrichtigung per Fax (E-Mail sei zu kompliziert) an die Zentrale senden, dann werde dem nachgegangen. Was aber nichts daran ändere, dass das Packerl nun wieder am Weg zu unseren Freunden in Vorarlberg sei und dass diese dort für dir Rücksendung „Strafe“ zahlen müssten. Natürlich gäbe es dann die Möglichkeit, dort mit einem Formular in der Filiale um eine Rückerstattung dieser Gebühr anzusuchen (!).

Gut, also gingen unsere Freunde zur Filiale, wo das Packerl auch schon auf sie wartete. Nur war die Filiale keine normale Filiale mehr, sondern ein Postpartner. Und die dortigen Angestellten hatten keinen blassen Schimmer, was sie mit diesem (sicher ganz selten auftretenden) Problem anfangen sollten. „Kommen Sie bitte nächste Woche wieder. Da ist dann jemand da, der sich auskennt mit solchen Fällen.“ Eine Woche später, das Packerl noch immer hinten am Regal sitzend, eine ähnliche Antwort.

Also bezahlten unsere Freunde einfach und nahmen das Packerl mit. Als meine Frau und ich im Februar nach Vorarlberg kamen, gingen wir nun gleich zu viert hin, um endlich das von der Hotline besagte Formular auszufüllen. Diesmal noch größere Überforderung. „Na, bitte kommen Sie am Montag wieder, dann hab ich mehr Zeit. Ich weiß echt nicht was ich da machen soll.“

Doch nachdem wir nun insgesamt wegen dem einen Packerl, das zu Unrecht zurück gesendet worden war, bereits fünf Mal bei Filialen oder Automaten waren und mindestens vier Mal mit der Hotline telefoniert hatten, war bei uns die Geduld am Ende. Noch im Geschäft der Griff zum Handy, Anruf bei der Hotline und nach etwas Warten eine Person am anderen Ende. Schnell das Telefon der netten Dame von der Postpartnerstelle vor die Nase halten – und wirklich, nach einer halben Stunde (!) Formular ausfüllen war es geschafft. Zumindest fast.

Unsere Freunde bekamen die Zusicherung, dass sich bald jemand bei ihnen melden würde, sodass sie dann ihre Kontodaten angeben könnten und das Geld zurück überwiesen bekämen. Von einer Entschädigung natürlich keine Rede.

In der Wohnung unserer Freunde konnten wir nach zwei Monaten nun endlich unser Weihnachtspackerl in die Hände nehmen. Ein gutes Gefühl. Wo hier die offensichtlichen Dinge sind, die unsere liebe Post ändern sollte und auch ganz einfach könnte, darf ich dem scharfäugigen Leser selbst überlassen. Als kleiner Tipp, Training von Postpartnern für Standard-Kundenanfragen wäre schon mal kein schlechter Anfang.

Update: Das Datum für Abholung etc. war natürlich Januar, nicht Dezember 🙂

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iBooks AuthorVor einer Woche musste ich mich ärgern. Wieder einmal hat Apple alles verändert. Neben iBooks Schulbüchern veröffentlichte das Unternehmen aus Cupertino (hm, komisch nicht mehr über Steve Jobs in diesem Zusammenhang schreiben zu können) iBooks Author. Ein simples Programm um interaktive eBooks selbst erstellen zu können. Und vor allem: über den iBooks Store vertreiben zu können.

Allerdings scheint das kaum jemanden zu begeistern, einziges Thema in diesem Zusammenhang sind die überstrengen Lizenzbestimmungen von Apple.

Warum ich mich also geärgert habe? Weil iBooks Author heißt, dass ich meine schöne Geschäftsidee kübeln kann (die ich ohnehin nie umgesetzt hätte, aber eine schöne Idee war es eben doch).

Schon länger dachte ich mir im Stillen „Hm, die klassischen Verlage kapieren es wohl nicht, genauso wie die Musikindustrie vor 10 Jahren. Wenn ich jetzt viel Geld hätte und extrem auf Bücher stehen würde, würde ich meinen eigenen eBooks Verlag aufmachen und Leuten die Möglichkeit geben selbst Bücher zu veröffentlichen.“

Naja, gut, dass ich die Geschäftsidee nicht doch umzusetzen versucht habe, denn spätestens heute wäre ich ein armer Mann. Denn wer braucht ab sofort noch Verlage, wenn Apple mit seiner Marktmacht jedem selbst die Möglichkeit gibt, Bücher zu schreiben, zu erstellen und an einen weltweiten Markt zu verteilen?

Klar gab es schon vor iBooks Author ähnliche Programme, doch hat Apple eben den großen und feinen Vorteil, inzwischen ein gewaltiges Medien-Ökosystem aufgebaut zu haben.

Heißt das, Buchverlage sind tot? Nein, ich denke nicht. Doch wird es ihnen ähnlich wie den großen Medienhäusern gehen. Wenn man wirklich Qualitätsinformation und die Sicherheit eines großen Namens will, kauft man sich immer noch die FAZ oder liest den Spiegel online. Doch zugleich können heute immer mehr Blogger von ihrer Arbeit leben und werden inzwischen auch als entscheidender Teil der Medienlandschaft anerkannt.

Genauso werden in Zukunft viele (vor allem junge) Autoren die Chance nutzen, direkt via Apple’s iBooks Store zu publizieren und sich einen Namen zu machen. So wie angehende Stars à la Justin Bieber auf YouTube entdeckt wurden und sich erst einmal den langen Weg durchs Plattenlabel sparen konnten, so werden wir auch von Autoren lesen, die von Verlag wohl nie entdeckt worden wären.

Und manche Autoren werden vielleicht gleich gar nie bei einem Verlag unterschreiben und trotzdem einem Millionenpublikum ein Begriff sein. Apple’s überstrenge Lizenzbestimmungen hin oder her.

Vielleicht sollte ich also lieber ein Buch schreiben anstatt meinen eigenen Verlag zu gründen.

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Biography of Steve Jobs - Walter IsaacsonShortly before Christmas, Mashable has published a great list of 20 Life Lessons from Steve Jobs as a summary for everyone who didn’t want to read the whole 600 pages biography.
Now after I am done with the intense book of Walter Isaacson myself I want to add eight more lessons, focusing on his leadership. I agree with Mashable’s author Lance Ulanoff that Jobs certainly had his difficult sides and bad traits. But I also think we still can learn a lot from the man who built one of the most successful companies existing today.

1. Passion, not profit, must be your motivation
These quotes say it all: “My passion has been to build an enduring company where people were motivated to make great products. Everything else is secondary. Sure, it was great to make a profit, because that was what allowed you to make great products. But the products, not the profits, were the motivation.“

“I have my own theory about why decline happens at companies like IBM or Microsoft. The company does a great job, innovates and becomes a monopoly or close to it in some field, and then the quality of the product becomes less important. The company starts valuing the great salesman, because they’re the ones who can move the needle on revenues, not the product engineers or designers. So the salespeople end up running the company.“

“The Zune was crappy because the people at Microsoft don’t really love music or art the way we do. We won because we personally love music. We made the iPod for ourselves.“

2. The customer is not always right
“Some people say, ‘Give the customers what they want.’ But that’s not my approach. Our job is to figure out what they’re going to want before they do. I think Henry Ford once said, ‘If I’d asked customers what they wanted, they would have told me, a faster horse!’“

3. Instilling a clear and lasting corporate culture is key
In order to create a clear corporate culture, Jobs started an in-house center called Apple University, with high profile teachers even including top Apple executives.

4. Focus. Intensely.
Isaacson writes: “The ability to focus saved Apple.” Indeed when Steve Jobs came back in 1997, Apple had dozens of versions of the Macintosh. The first thing he did was to reduce the number of products to just four. In his first year back, Jobs laid off more than three thousand people. First the company was loosing $ 1.04 billion. After his first quarter it was profitable again.

5. Combine the big and the small picture
The ability to focus also made it possible for him to be engaged in the products themselves, which was also the reason why people identified Steve Jobs so much with Apple. Isaacson writes: “Some leaders push innovation by being good at the big picture. Others do so by mastering details. Jobs did both, relentlessly.”

Paul Vidich from Warner Music is quoted saying: “Unlike any other CEO, he was totally engaged with the product.“ For example, which CEO would have cared about the cover of a single product? Jobs did so with the iPad2, making sure ugly third party covers did not destroy the beauty of his product.

6. Mistakes are your friends
“What prepared him for the great success in Act III was not his ouster from his Act I at Apple but his brilliant failures in Act II.“ – Walter Isaacson

7. It’s actually good to have many meetings
Many companies would pride themselves on having few meetings. Jobs had many. Jobs explained: “Our method was to develop integrated products, and that meant our process had to be integrated and collaborative.”

We might think somebody like Steve Jobs would suggest email and iChat should replace old-school face-to-face conversations. But Jobs was a strong believer in face-to-face meetings. He said: “Creativity comes from spontaneous meetings, from random discussions. You run into someone, you ask what they’re doing, you say ‚Wow,’ and soon you’re cooking up all sorts of ideas.“

Jobs built the Pixar headquarters in a way that people would meet constantly. He even suggested having only two bathrooms in the whole building (!) so people would meet as frequently as possible.

8. Sometimes you need to push the rewind button
Almost everything that he had done correctly had required a moment when he hit the rewind button. In each case he had to rework something that he discovered was not perfect – and he was proud of that fact. He did it from Toy Story to the concept for the Apple Stores. „If something isn’t right, you can’t just ignore it and say you’ll fix it later. That’s what other companies do.”


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Google+ Ripples ExampleMark Zuckerberg nannte Google+ kürzlich their own little version of Facebook. Auch viele andere sind überzeugt, dass sich der Suchriese gegen Facebook nie durchsetzen wird und fühlen sich durch das in letzter Zeit weniger rasante Wachstum des neuen Players bestätigt. Doch während manche schon den Abgesang anstimmen baut Google sein Social Network unbeirrt Schritt für Schritt aus – und damit tiefgreifend seine Strategie um, in der das eigene Social Network zu einem entscheidenden Asset wird.

Abgesehen von der immer stärkeren YouTube Integration wird das an 3 kleinen aber feinen Features sehr schön deutlich:

1. Autorenverknüpfung
Noch von vielen unbemerkt hat Google mit G+ seinen Suchergebnissen einen gewaltigen potentiellen Qualitätsschub verpasst, und das nicht nur durch den bekannten +1 Button. Denn indem Autoren nun ihre Inhalte mit ihren Google+ Profilen verknüpfen können, kann Google entsprechend originalen Inhalt verifizieren und damit bessere Suchergebnisse liefern. Autoren werden sogar in den Suchergebnissen direkt angezeigt, ein gewaltiger Personalisierungsschub. Wer also in Zukunft auf Google gefunden werden will, sollte besser auch in Google+ vertreten sein.
Eine Anleitung zum Verknüpfen gibt es hier.

2. Ripples
Die Stärke von Google in Analytics wird beim kleinen aber extrem spannenden Feature Ripples deutlich. Für alle Measurement Verantwortlichen ein Traum, kann man doch nun endlich den Trickle Down Effekt der eigenen Inhalte und wertvolle Reichweitenwerte messen. Auf Facebook wartete man bisher vergeblich auf ein solches für ein Social Network so logisches Feature.
Update: Und Ripples wird offenbar eine Rolle in Google AdWords spielen.

3. Search
Dieser Punkt klingt vielleicht nach „eh klar“, doch haben Sie jemals versucht in Facebook etwas zu finden? Ich nehme mal stark an ja und das heißt Sie sind mit höchster Wahrscheinlichkeit genauso frustriert davon gewesen wie ich. Ganz anders auf Google+. Google nutzt seine zentrale Stärke gekonnt und macht es einem eine Freude nach Pages, Inhalten und anderem im Network zu suchen. Und: Heute schon in der Testphase, wird man in Zukunft mit einem einfachen „+“ in der normalen Google Suche Brandpages finden können.

Googles Strategie ist es in erster Linie also nicht ein zweites Facebook zu bauen. Den Verantwortlichen geht es viel mehr darum, die Macht des Sozialen in all ihre Produkte zu integrieren und ein noch besseres Großes Ganzes zu schaffen. Google+ ist ein Tool, das alle Google Produkte vereinheitlicht, zusammenführt und mit einem Social Layer versieht. Es geht gewissermaßen um eine gemeinsame Identität für Google Nutzer.

Ob Google, wie selbst eigene Mitarbeiter bezweifeln, „social“ wirklich verstanden hat, bleibt abzuwarten. Jedenfalls ist das was wir jetzt sehen nur der Anfang.

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Loslassenn - Pull statt Push FührungsstilBetrachtet man die Expertenmeinungen zum Thema Leadership der letzten Jahre und Jahrzehnte, so ist ein Trend schon lange spürbar: Flachere Hierarchien, mehr Bottom-Up als Top-Down, ja selbst „Servant Leadership“ wurde hip.

Doch nichts hat die Art Unternehmen zu führen so verändert wie Social Media. Hat? Genau genommen befinden wir uns gerade mitten in diesem Prozess, viele Unternehmen und Organisationen haben dies nur noch nicht begriffen.

Es ist fast immer das gleiche Spiel: Unternehmen erkennen, dass dieses „Social Media Ding“ doch mehr als ein Hype ist und dass sie reagieren müssen. Eine Facebook Seite oder so ähnlich muss her.

Doch dann kommt die nächste erschreckende Erkenntnis. User können auf „meiner“ Facebook Page – auch kritisches! – posten. Sie können öffentlich lesbare Tweets an meinen Twitter Account senden. Und selbst wenn ich versuche Kritik zu unterbinden – bzw. gerade dann –  machen sie einfach weiter, meist auf einer Unzahl verschiedener Plattformen!

Noch schlimmer: Sogar meine Mitarbeiter können heutzutage der ganzen Welt etwas über mein Unternehmen erzählen. Die gute alte Ordnung, in der ein Unternehmenssprecher der einzige war, der für das Unternehmen sprechen konnte existiert nicht mehr.

Die Reaktion darauf: Panik. Regelwerke. Und verzweifelte Versuche, alt hergebrachte Kommunikationsmechanismen in einer veränderten Realität anzuwenden.Dass das nicht funktioniert ist nicht erst seit dem Nestlé Desaster bekannt.

Was bedeutet das nun für Führungskräfte? Zu allererst müssen sie verstehen lernen, dass die alte, einseitige Kommunikationsordnung nicht mehr funktioniert. „Brand Managment“ war gestern. Marken werden nicht mehr durch perfekt gestylte Massenkommunikation definiert, sondern durch User. John Sadowsky, Business Coach und Storytelling Experte bringt es auf den Punkt: „A brand today is defined by the stories the community tells about it.“

Anstatt dies als Tragik zu sehen, müssen sie die Möglichkeiten die damit einhergehen nutzen lernen. Es geht darum, Moderator und Begleiter der Community zu sein, welche die Marke definiert. Community Management statt Brand Management. Unternehmen, die ihre Kunden und anderen Stakeholder ernst nehmen, sie als wirkliche „Fans“ und „Friends“ betrachten, anstatt als Konsumenten, werden die Früchte davon ernten.

Statt Regelwerke für Mitarbeiter aufzubauen geht es darum, sie zu befähigen, zu schulen und darin anzuleiten positive Multiplikatoren für das Unternehmen zu sein. Dass Mitarbeiter die wichtigsten Aushängeschilder eines Unternehmens sind, ist nichts neues. Doch mit den neuen Kommunikationsmöglichkeiten bekommt dieser Umstand eine völlig neue Dimension. Social Media Governance ist das Wort der Stunde.

Plötzlich werden meine Mitarbeiter und sogar meine Kunden zu „Advocats“, zu Führsprechern, die unbezahlbar glaubwürdiger sind als jede Werbebotschaft.

Loslassen bedeutet dabei nicht, jegliche Richtung, jegliche Strategie aufzugeben, im Gegenteil. Es bedeutet vielmehr strategisches Denken flexiblen Bedingungen anzupassen, moderierend zu leiten, ehrlich zu sein, Menschen zu vertrauen und sie so zu motivieren. Pull statt push. Jessica Stephens von Filofax nennt es „taking controle by letting go“. Schlussendlich geht es darum, durch Loslassen die neuen kommunikativen Rahmenbedingungen als noch nie dagewesene Chance zu begreifen.

Mehr zum Thema Social Media Governance auch in meinem Beitrag am Virtual Identity Blog.

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Google Drive and Google Plus profile„The cloud“, this weird creature from the Internet, is still a foreign word to most users. It is not tangible enough for many while they are not realizing they have been using it already for years – Gmail, Flickr, YouTube, to name only three.

For a while though it looked like the big market players did not understand the cloud either. Well, it was pretty likely they were working on something, but Apple’s MobileMe was not very persuasive, Microsoft seemed to be on the wrong track anyways and even the Google products such as Google Docs were working far below their potential.

When DropBox arrived I was incredibly relieved. Finally! I was waiting for a simple service like this for years.

Meanwhile Apple has announced its promising iCloud. Although you might think about music first when it comes to iCloud, it is much more. At the end it will be the glue that will hold the Apple universe together, from iPhone to iPad, from iTunes to iBooks.

But what about Google? For years the geek world was speculating about the “GDrive”. Now, finally the waiting seems to be over. Clues like the word “drive” in source codes were coming together and recently I found evidence seeing it for a few seconds on a Google event. Techcrunch and the rest of the blogosphere was sure: We finally know how the Google Drive will look like and it will come soon.

Very important, it looks like it will be integrated into the overall Google experience, making Google Docs to a real drive in the cloud.

What I find most promising: The opportunities that open up with Google’s new social asset Google+. Because what most tech companies still do not seem to understand is that social connection is the real killer component that needs to be integrated in a cloud service.

Facebook just recently showed the world again how social works. With Timeline you can finally unfold the real potential of apps by integrating them into your social network. Until now apps had social functions to a certain extend, for example when you could share content to your network by liking it. But now they become social themselves. You might do your workout with the Nike app, your friend is seeing this on Facebook and starts using the app himself, joining you in your effort to get in shape.

So if Google is smart, they will integrate Google Drive and Google Plus in a way that really unfolds the potential of a cloud drive. Then we might listen to our music stored on Google Drive together with our friends, use hangouts while working on the same documents and select the set of vacation pictures for our Google+ accounts from our common GDrive folder, while being on the other side of the world.

Maybe this time a company has really understood the cloud.

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Dieses Jahr hatte ich wieder die Gelegenheit am Willow Creek Association Global Leadership Summit teil zu nehmen.

Vom Blogger-Guru Seth Godin, über den für seinen Kampf gegen Kriminalität berühmten Bürgermeister von Newark, Cory Booker, bis hin zu Mama Maggie Gobran, der Mutter Theresa von Ägypten – die Liste der beeindruckenden Redner war auch dieses Jahr lang.

Der einzige Wehrmutstropfen schien, dass Howard Schultz, CEO von Starbucks kurzfristig absagte. Doch statt ihm sprach nun Patrick Lencioni, CEO des Consulting Unternehmens The Table Group, dessen Vortrag mir in besonderer Erinnerung blieb.

Das Thema: „Getting Naked“. Nein, sein gleichnamiges Buch hat keine Bilder. Es geht um die Kraft, die darin steckt, sich verletzlich zu machen. Nicht darum, dumm und naiv jedem Menschen seine innersten Gefühle und Gedanken preis zu geben, sondern um das Business-Prinzip offen, ehrlich und authentisch zu sein.

Nicht nur mit seinem Unternehmen hat er die Erfahrung gemacht, dass „getting naked“ entscheidend für den Erfolg von Organisationen ist. Trotzdem sträuben wir Menschen uns meist dagegen, und zwar aus drei Hauptgründen:

1. Die Angst unser Business/unseren Job zu verlieren.

Die Alternative dazu nennt Lencioni Terminal Niceness. Was bringt es einem, wenn man immer auf der sicheren Seite ist, dabei aber das Leben an einem vorüber geht und man großartige Gelegenheiten nicht wahrnimmt?

2. Die Angst sich zu blamieren

Lencioni’s Tip: Celebrate your mistakes! Du bist in einem Meeting und verstehst etwas nicht? Dann bist du meistens nicht alleine. Andere sind dir unheimlich dankbar, wenn du den Mut hast „dumme“ Fragen zu stellen, die sie sich nur selbst nicht getraut hatten zu äußern.

3. Die Angst, sich unterlegen zu fühlen

Wahre Größe sieht Lencioni in Demut. Das bedeutet nicht, den Schwanz einzuziehen und sich klein zu machen. Ganz im Gegenteil. Steven Furtick, einer der anderen Redner am Summit, nennt es „Confident Humility“. Es braucht Selbstbewusstsein um De-Mut zu leben.
Und der Austrialier John Dickson, Lencioni’s Vorredner bringt es so auf den Punkt: Humility is to hold your power in service for others.

Lencioni weist darauf hin, dass der Getting Naked Ansatz risikoreich ist und nicht immer erfolgreich sein muss. Zumindest kurzfristig.

Doch seine Erfahrung und die unzähliger anderer Leadership Größen (etwa GE’s Jack Welch oder Southwest Airline’s Gary Kelly, um nur zwei zu nennen) zeigt, dass es nicht nur der langfristig beste, sondern auch einfach der richtige ist.

Wer mehr wissen will, dem sei das geniale Buch von Patrick Lencioni wärmstens empfohlen:

 

 

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Ich fahre gerade mit meiner Frau und zwei Freunden von Sequoia Nationalpark in Californien nach San Francisco. Hungrig nach vier Tagen Backcountry Hiking ist uns alles egal: Wir gehen zu McDonalds… Doch nicht nur der BigMac zieht uns dorthin, sondern auch das gratis WLAN für mein iPhone. Nach mehreren Tagen offline kann ich meinen Status auf Google+ endlich wieder updaten. Ein weiterer Checkin erfolgt (natürlich) im Apple Store in San Francisco. Soweit, so normal.

Doch dann passiert etwas wirklich Cooles. Jeff, einer meiner besten amerikanischen Freunde, der in Texas lebt, sieht meine Postings. Eigentlich hatten wir gedacht, wir würden uns obwohl wir in den USA sind, nicht treffen können – Texas liegt doch etwas abseits meiner Route. Doch ohne dass wir voneinander wussten, hatte er spontan einen Urlaub im Yosemite Nationalpark gemacht, nur wenige Stunden weg von Sequoia. Und auf dem Weg nach San Francisco liest er mein Update aus dem Apple Store.

Da anrufen nicht funktioniert, sagt er mir sofort über Google+ und E-Mail Bescheid, dass er ebenfalls in der Stadt ist. Jedes Mal, wenn ich bei einem freien Hotspot vorbeikomme, versuche ich mit ihm in Kontakt zu treten und schließlich ist es soweit. Ich habe ihm einen Glympse geschickt, sodass er verfolgen kann wo ich bin. Er schreibt mir in welchem Hotel er ist, und auf Goolge Maps sehe ich, dass das gerade einmal 0.2 Meilen vom Starbucks, dessen WLAN ich nutze, entfernt ist. Wir laufen zum Hotel, der Rezeptionist ruft auf seinem Zimmer an und nur wenige Minuten später stehen wir uns gegenüber.

Ohne Google+ hätten wir keine Ahnung davon gehabt, dass wir uns in der selben Gegend befinden und ohne Location Based Services hätten wir nie gewusst, wie nahe wir uns tatsächlich sind. Hier wird das wirkliche Potential von Social Media gepaart mit LBS deutlich. Social Media at its best, könnte man sagen.

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